Prater und Leopoldstadt
Wiens Prater-Park und Leopoldstadt: das ikonische Riesenrad, der Kastanienspaziergang der Hauptallee, der Vergnügungspark und das Beste des 2. Bezirks.
Vienna: Skip-the-cashier-desk-line Giant Ferris Wheel Ride
Auf einen Blick
- Bezirk
- 2. (Leopoldstadt)
- Nächste U-Bahn
- Praterstern (U1/U2)
- Riesenrad-Höhe
- 65 Meter
- Erbaut
- 1897 (Riesenrad)
Der Prater: Wiens öffentlicher Park
Der Prater ist die große grüne Lunge östlich der Innere Stadt, ein ehemaliges kaiserliches Jagdrevier, das Kaiser Joseph II. 1766 der Öffentlichkeit öffnete. Seine 6 km² enthalten drei sehr unterschiedliche Zonen: den Wurstelprater (den alten Vergnügungspark), die Hauptallee (eine 4,5 km lange Kastanienallee) und den Grünen Prater (den natürlichen Wiesen- und Waldbereich dahinter).
Die meisten Besucher kommen wegen des Riesenrads — und es lohnt sich —, aber der Prater als Ganzes belohnt mehr Zeit als das Riesenrad und einen kurzen Spaziergang.
Das Riesenrad
Das Wiener Riesenrad, 1897 fertiggestellt, ist eine der unverwechselbarsten Silhouetten Wiens und das älteste überlebende Riesenrad der Welt. Seine 14 geschlossenen roten Gondeln drehen sich 65 Meter über dem Prater. Eine vollständige Umdrehung dauert ca. 20 Minuten. Der Blick von oben erfasst den Donaukanal, die Wiener Berge und bei klarem Wetter den Kahlenberg.
Das Riesenrad erscheint im berühmten Nachkriegs-Wien von Carol Reeds „Der dritte Mann” (1949) — das Treffen zwischen Harry Lime und Holly Martins findet in einer der Gondeln statt, und das Rad ist seitdem eine filmische Ikone.
Die Kassenschlange am Riesenrad überspringen — die Fahrt selbst lädt kontinuierlich, aber die Ticket-Warteschlange kann in der Hochsaison lang sein.
Das Riesenrad-Museum im Sockel des Rades erzählt die Geschichte Wiens durch acht in Dioramen umgewandelte Gondeln — unerwartet gut für 30 Minuten und im Fahrpreis inbegriffen.
Der Wurstelprater-Vergnügungspark
Der den Riesenrad umgebende Wurstelprater ist ein traditioneller Jahrmarkt — Achterbahnen, Geisterbahnen, Bumper Cars, ein Geisterlabyrinth, ein Fallturm. Er ist seit dem frühen 19. Jahrhundert ununterbrochen in Betrieb und behält eine bewusst altmodische Atmosphäre bei, die moderne Freizeitparks aufgegeben haben. Fahrten sind einzeln bepreist (ca. 2–8 € je Fahrt) statt als Tagespass. Die meisten Fahrten funktionieren täglich von März/April bis Oktober, mit reduzierten Stunden im Winter.
Die Liliputbahn — eine Schmalspurdampfbahn, die einen Teil des Praters umkreist — ist das 3-€-Ticket für eine langsame Panoramarunde durch die Kastanienbäume wert. Eine echte Wiener Institution seit 1928.
Die Hauptallee
Die Hauptallee ist eine gerade 4,5 km lange Kastanienbaum-Allee, die vom Praterstern zum Lusthaus-Pavillon führt. Im Frühling ist es einer der schönsten Spaziergänge Wiens, mit den blühenden Kastanien. Die Allee ist auch ein Radweg — Fahrradverleih ist nahe dem Praterstern verfügbar.
Das Lusthaus am fernen Ende der Hauptallee ist ein historischer Pavillon (1783), der jetzt als Restaurant mit Außenbestuhlung auf der Wiese und traditioneller österreichischer Küche funktioniert.
Hop-on-Hop-off- und Donaufahrt-Kombination
Der Hop-on-Hop-off-Bus mit Riesenrad und Donaufahrt-Kombi ist eine praktische Option für Familien, die mehrere Wiener Highlights in einem Ticket abdecken. Der Bus hält am Praterstern, das Riesenrad ist enthalten, und die Fahrt deckt den Donaukanal-Abschnitt entlang der Leopoldstadt ab.
Das Leopoldstadt-Viertel
Jenseits des Praters hat die Leopoldstadt (der 2. Bezirk) sich seit den 2000er Jahren deutlich verändert. Das Karmeliterviertel — das Viertel rund um den Karmelitermarkt — ist jetzt eines von Wiens interessanteren urbanen Dörfern, mit einem Samstagsbauernmarkt, unabhängigen Cafés und einem jüdischen Geschichtsweg, der die Vorkriegsgeschichte des Bezirks markiert (der 2. Bezirk war vor 1938 das Zuhause von Wiens größter jüdischer Gemeinde).
Die Praterstraße vom Praterstern in die Stadt ist mit spätneunzehnten-Jahrhundert-Wohngebäuden gesäumt und einer wachsenden Anzahl vietnamesischer und koreanischer Restaurants, die die Straße zu einer von Wiens besten für erschwingliche Abendessen machen.
Der Augarten — ein formaler Barockgarten im Norden des 2. Bezirks — ist weniger besucht als der Prater, aber lohnenswert wegen der Augartener Porzellanmanufaktur und des Museums, der WWII-Flaktürme, die die Skyline dominieren, und eines angenehmen Grünraums, der hauptsächlich von Einheimischen genutzt wird.
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