Baden bei Wien
Baden bei Wien: Beethovens Sommerresidenz, kaiserliche Thermalbäder, der Kurpark und das Helenental. Entspannter Halbtages-Ausflug ab Wien per S-Bahn.
Vienna Woods and Mayerling Half-Day Tour from Vienna
Auf einen Blick
- Entfernung von Wien
- 25 km (30 Min. mit S-Bahn S1)
- Zug
- Wien Oper/Karlsplatz → Baden, Badner Bahn, 60 Min.
- Hauptattraktion
- Thermalkurort, Kurpark, Beethovenhaus, Helenental
- Währung
- Euro (€)
Baden: Wiens Thermalrückzugsort
Baden bei Wien (nicht zu verwechseln mit der deutschen Kurstadt) war über ein Jahrhundert lang die Sommerhauptstadt des Habsburger Hofes. Kaiser Franz I. verlegte seinen Hof ab 1803 jeden Sommer hierher, und die gesamte Wiener Aristokratie folgte. Beethoven verbrachte 15 aufeinanderfolgende Sommer hier und komponierte die Neunte Sinfonie in einem Haus auf der Rathausgasse, das heute ein kleines Museum ist. Mozart, Schubert, Grillparzer und Brahms kamen alle durch.
Die Thermalquellen, die Besucher anziehen — warmes schwefeliges Wasser, das natürlich mit 36 °C aus einer Tiefe von mehreren hundert Metern aufsteigt — werden seit der Römerzeit genutzt (die Stadt hieß in römischer Zeit Aquae Pannoniae). Die modernen Kureinrichtungen im Thermalstrandbad (Freibad mit Thermalwasser) und der Römertherme (Hallenbad) sind erheblich komfortabler als alles, was die Römer kannten, aber das Wasser selbst ist dasselbe.
Anreise
Die Badner Bahn — eine regionale Straßenbahn-Zuglinie — fährt von Wien Oper/Karlsplatz (neben der Staatsoper) nach Baden in ca. 60 Minuten. Es ist ein Direktkurs mit Abfahrten alle 15–30 Minuten und kostet ca. 5 € pro Strecke. Dies ist bei weitem die bequemste Option vom Stadtzentrum aus.
Die S-Bahn S1 ab Wien Mitte/Landstraße fährt Baden in ca. 30 Minuten an — schneller, aber weniger günstig vom Zentrum aus gelegen.
Die Wienerwald- und Mayerling-Halbtagestour kann auf Baden ausgedehnt werden; bei der Buchung nach Reiseplanoptionen fragen.
Was zu tun ist
Der Kurpark — Badens formeller Park, mit dem Casino Baden (Österreichs ältestes Kasino, gegründet 1812), dem Kongresshaus (jetzt Veranstaltungsort) und dem Beethovendenkmal. Der Park verläuft entlang der Schwechat mit einem angenehmen 2-km-Promenade.
Beethoven-Museum (Weilburg-Haus) — das Haus auf der Rathausgasse, in dem Beethoven 15 Sommer verbrachte und die Neunte Sinfonie skizzierte. Klein, aber atmosphärisch. Die Verbindung des Komponisten mit Baden ist echt und umfangreich — er mietete Wohnungen in über 30 verschiedenen Badener Häusern während seiner Besuche.
Thermalstrandbad — das Freibad-Komplex, von Mai bis September geöffnet. Das größte Freibad mit Thermalwasser in Österreich, mit Kinderbereich, Wasserrutschen und dem Hauptbecken mit 34 °C. Ein voller Morgen oder Nachmittag hier passt gut zu einem Mittagessen im Kurpark.
Römertherme — das ganzjährig geöffnete Hallenbad im Stadtzentrum. Wellness-orientierter als das Freibad, mit einem umfassenden Behandlungsangebot.
Helenental — eine vom Fluss Schwechat ausgehöhlte Schlucht, die am Stadtrand von Baden beginnt und 4 km in die bewaldeten Hügel erstreckt. Der Spaziergang entlang des Flusses (1,5–2 Stunden hin und zurück) führt an zwei mittelalterlichen Burgruinen vorbei (Rauheneck und Rauhenstein) und ist eine der schönsten leichten Wanderungen in der Wiener Region.
Wann besuchen
Das Freibad (Mai bis September) ist die saisonale Hauptattraktion. Der Kurpark ist ganzjährig angenehm. Im Herbst ist der Helenental-Spaziergang unter gelbem Buchendach wunderschön. Badens Kasino und Konzertsaal sind ganzjährig in Betrieb.