Naschmarkt Wien: Essen und Einkaufen auf Wiens bestem Markt
Vienna: Naschmarkt Food Tasting Tour
Was sollte ich am Wiener Naschmarkt essen?
Beginnen Sie mit österreichischem Liptauer-Käse auf Schwarzbrot, dann türkischen Börek oder Gözleme, frischen Oliven und einer Käsekrainer. Samstags ist es am besten – der Flohmarkt läuft parallel und die Stimmung ist am höchsten.
Wiens demokratischstes Kulinarikziel
Der Naschmarkt besteht in seiner heutigen Form seit dem späten 16. Jahrhundert, als der Wienzeile-Kanal hier entlanggeführt wurde und Bauern begannen, Milchprodukte daneben zu verkaufen. Heute erstreckt er sich 1,5 Kilometer durch den 6. Bezirk und beherbergt rund 120 Stände und weitere 30 Restaurants – ein Mix aus Österreichischem, Türkischem, Libanesischem, Japanischem, Koreanischem, Griechischem und allem dazwischen.
Es ist im besten Sinne chaotisch: ein Ort, an dem ein Wiener Pensionist beim Sauerkrautkauf neben einem japanischen Touristen steht, der Käsekrainer isst, der neben einem lokalen Koch steht, der seltene Pilze aussucht. Kommen Sie mit Hunger.
Was Sie wissen müssen
Aufbau und Orientierung
Der Naschmarkt verläuft von Ost nach West entlang der Linken Wienzeile. Das östliche Ende (nahe Karlsplatz) ist gehobener, mit hochwertigeren österreichischen Produkten und den etablierteren Lebensmittelbetrieben. Die mittleren Abschnitte sind die Hauptesszone. Das westliche Ende geht in den Samstags-Flohmarkt über.
Die Restaurants im Markt (mit Sitzplätzen, nicht nur Stände) sind im östlichen Teil konzentriert. Sie haben Touristenpreise relativ zu ihrer Qualität. Die Lebensmittelstände im gesamten Markt sind besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wann man hingeht
Samstag, 7–11 Uhr ist der Goldstandard. Der wöchentliche Flohmarkt (Flohmarkt) belegt den Bereich westlich der U4-Station Kettenbrückengasse, und die regulären Marktstände laufen auf Hochtouren. Die Energie ist am höchsten. Kommen Sie mit Hunger und ohne Gepäck.
Wochentags morgens (7–10 Uhr) ist besser zum seriösen Einkaufen – Wiener kaufen ihre Wochenproviant, weniger Touristendruck, Standinhaber haben mehr Zeit zum Reden.
Mittag und Nachmittag sind voll mit Büroangestellten (Mittagsrush) und Touristen. Nicht ideal, außer wenn Sie speziell zu einem Restaurant-Reservierung gehen.
Sonntags: Geschlossen.
Der Flohmarkt am Samstag
Der Samstags-Flohmarkt am Naschmarkt (hinter der U4-Station Kettenbrückengasse) ist einer der besten in Wien. Bücher, Schallplatten, Vintage-Kleidung, Antiquitäten, Küchengeschirr, alte Fotografien, Habsburger Kuriositäten und viele verschiedene alte Dinge. Eintritt frei. Geöffnet ab 6 Uhr bis ca. 18 Uhr. Feilschen ist akzeptiert und erwartet.
Was man am Naschmarkt essen sollte
Österreichische Klassiker
Käsekrainer – Schweinebratwurst mit Emmentaler Käse gefüllt, gegrillt bis der Käse blubbelt. Das quintessenzielle Naschmarkt-Essen. Vom Würstelstand nehmen, mit Senf und einem Semmerl gegessen. Preis: €4–6.
Liptauer – österreichisch-ungarischer Käseaufstrich aus Topfen, Paprika, Zwiebeln, Kapern und Kümmel. Orangerot in der Farbe, leicht scharf und herzhaft. Auf Schwarzbrot von einem der Brotstände streichen. Ausgezeichnet mit einem kalten Radler (Bier gemischt mit Zitronenlimonade).
Strudel – besonders Topfenstrudel und Apfelstrudel. Stände suchen, die frisch backen, statt vorgeschnittene Kühlschrankversionen zu verkaufen. Der Wiener Gebäck-Tourführer erklärt, wie guter Strudel aussieht.
Mozzarella di Bufala und österreichischer Käse – die Käse- und Italienstände im östlichen Bereich verkaufen ausgezeichnete Produkte. Österreichische Bergkäse (Bergkäse, Graukäse) sind einen Versuch wert – robuste, komplexe Geschmäcker zu vernünftigen Preisen.
Internationale Optionen
Der mittlere Abschnitt des Naschmarkts beherbergt eine breite Palette internationaler Stände:
Türkisch und nahöstlich: Frischer Börek (Käse- oder Spinat-Gebäck), Gözleme (türkisches Fladenbrot auf dem Grill), Döner, Baklava. Mehrere Stände werden seit Jahrzehnten von denselben türkischen Familien betrieben.
Asiatisch: Ein japanischer Stand nahe dem westlichen Ende ist durchgehend ausgezeichnet für Bentobox-Mittagessen. Koreanisches Kimchi und andere fermentierte Gemüse tauchen regelmäßig auf.
Griechisch: Große Olivenauswahl von mehreren Händlern – einige der besten Oliven Wiens an diesen Ständen. Marinierter Feta, Dolmades, Taramasalata.
Französisch und Italienisch: Importierter Käse, Charcuterie, Wein glasweise von kleinen Ständen.
Die Sitzrestaurants (ehrliche Einschätzung)
Die Restaurants im Naschmarkt (mit Sitzplätzen und gedruckten Speisekarten) haben Touristenpreise für ihre Qualität. Sie sind nicht schlecht – manche sind gut – aber von den Ständen selbst isst man besser für weniger Geld. Wenn Sie ein Sitzessen möchten, ist das Silberwirt (direkt außerhalb des Marktes im 5. Bezirk) und die Restaurants entlang der Rechten Wienzeile besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
Geführte Foodtouren zum Naschmarkt
Eine geführte Tour ist hier wirklich nützlich. Der Markt ist groß und für Erstbesucher verwirrend, die besten Stände sind nicht offensichtlich, und ein kundiger Guide erklärt die Geschichte bestimmter Verkäufer, stellt Ihnen Dinge vor, die Sie vielleicht nicht probiert hätten, und überwindet die Entscheidungslähmung bei 120 Ständen.
Die Naschmarkt-Gourmet-Tour erkundet den Markt mit einem lokalen Guide – typischerweise 2–2,5 Stunden, mehrere Verkostungen inklusive, mit Fokus auf österreichische Klassiker und internationale Stände.
Die Wien-Foodtour umfasst oft einen Naschmarkt-Stopp neben anderen kulinarischen Stadtführungen – breitere Abdeckung von Wiens Lebensmittelszene.
Ehrliche Tipps
Nicht beim ersten Wurststand essen. Die Stände am Karlsplatz-Ende (dem Touristeneingang) sind teurer. Weiter hineingehen und Preise und Grillqualität vergleichen.
Bargeld mitbringen. Die meisten Stände sind bargeldlos. Geldautomaten gibt es am Karlsplatz, aber nicht im Markt. €50 reichen für eine gute Essenssession.
Flohmarkt-Tipp: Die guten Funde gehen früh weg. Um 6–7 Uhr ankommen für die erste Auswahl. Nach 10 Uhr sind die interessanten Stücke größtenteils weg und der Markt füllt sich mit Touristen.
Die laminierten Restaurantmenüs ignorieren. Die Sitzrestaurants, vor denen Hosts stehen und Gäste anwerben, sind das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis im Markt. Die Stände dahinter bieten besseres Essen zu einem Viertel des Preises.
Der Markt ist teilweise überdacht mit einem Dauerbau über dem Mittelbereich – bei leichtem Regen nutzbar. Starker Regen macht es unangenehm; bei schweren Unwettern verschieben.
Wein am Markt trinken. Mehrere Weinstände verkaufen Gläser und Flaschen österreichischen Weins. Sich auf einer Bank im Markt hinzusetzen und Oliven, Käse und Brot mit einem Glas Grünem Veltliner zu essen ist eines der schönsten Dinge, die man an einem Samstagvormittag in Wien tun kann.
Die Orchideenstände nahe dem östlichen Eingang sind, wo Wiener Wohnungsbewohner ihre Zimmerpflanzen kaufen. Eine gute €5–8 Orchidee ist ein ungewöhnliches (wenn auch logistisch anspruchsvolles) Souvenir.
Häufig gestellte Fragen zum Naschmarkt
Ist der Naschmarkt touristisch?
Er ist beides – wirklich lokal und zunehmend touristisch. Wochentags morgens bleibt er hauptsächlich lokal. Samstags ist es ein Mix. Die Sitzrestaurants tendieren zum Touristischen; die Stände bleiben größtenteils authentisch. Der Flohmarkt zieht ein breites Spektrum an.
Kann ich am Naschmarkt Wein und Spirituosen kaufen?
Ja. Mehrere Weinstände verkaufen österreichischen Wein nach der Flasche (manchmal glasweise). Schnapps- und Obstbrand-Händler sind ebenfalls präsent. Preise sind wettbewerbsfähig mit Weinläden, manchmal besser für Kleinerzeuger.
Ist der Naschmarkt barrierefrei?
Der Hauptmarktbereich ist flach und für Rollstühle und Kinderwagen zugänglich, kann aber voll sein. Der Flohmarkt-Bereich ist chaotischer und weniger organisiert. Wochentags morgens ist es einfacher zu navigieren als samstags.
Wie weit ist der Naschmarkt vom Stadtzentrum?
Ca. 1–1,5 km vom Stephansdom entfernt, ungefähr 15–20 Gehminuten entlang der Ringstraße und durch den 4. Bezirk. Die U4 (Karlsplatz oder Kettenbrückengasse) ist die direkteste Option und braucht ca. 5–8 Minuten vom Stadtzentrum.
Kann ich Naschmarkt-Lebensmittel ins Flugzeug mitnehmen?
Frische Produkte und Fleisch können je nach Reiseziel Zollbeschränkungen unterliegen. Innerhalb des EU-/Schengen-Raums reisen verpackte Waren (Liptauer in versiegelten Gläsern, Wein, Schnaps, verpackter Käse) problemlos. Gepökeltes Fleisch und frische Molkereiprodukte können für Reisen in die USA, nach Großbritannien oder Australien Beschränkungen unterliegen.
Häufig gestellte Fragen zu Naschmarkt Wien: Essen und Einkaufen auf Wiens bestem Markt
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch des Naschmarkts?
Ist der Naschmarkt sonntags geöffnet?
Ist der Naschmarkt teuer?
Wie lange sollte ich am Naschmarkt einplanen?
Wo liegt der Naschmarkt?
Ist der Naschmarkt gut für Vegetarier?
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