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Wiener Schnitzel: wo man das echte Produkt in Wien isst

Wiener Schnitzel: wo man das echte Produkt in Wien isst

Vienna: Best of Vienna Food Tour

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Wo gibt es das beste Wiener Schnitzel in Wien?

Figlmüller (Wollzeile oder Bäckerstraße) für das klassische riesige Schnitzel; Plachutta für Premium-Verfeinerung; Gasthaus Pöschl für ein ruhigeres, gleichermaßen authentisches Erlebnis. Restaurants in der Kärntner Straße meiden.

Das Schnitzel, für das Wien wirklich bekannt ist

Es gibt eine Version von Wiener Schnitzel in jedem österreichischen Restaurant in jeder europäischen Stadt. Die meisten sind in Ordnung. Keine von ihnen ist das, was man in Wien selbst serviert bekommt, in Restaurants, die dieses Gericht seit über einem Jahrhundert zubereiten.

Wiener Schnitzel ist täuschend einfach: eine dünn geklopfte Kalbsescalope, in leichtem Ei-und-Semmelbrösel-Mantel, in Schmalz oder Butterschmalz gebraten bis sie goldbraun ist und die Panade sich leicht vom Fleisch hebt. Der Unterschied zwischen einem großartigen und einem mittelmäßigen Schnitzel liegt in der Qualität des Kalbfleisches, der Dicke des Klopfens, der Feinheit der Semmelbrösel und der Temperatur des Fetts.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wo man die beste Qualität findet, was man erwarten kann und an welchen Restaurants man vorbeigehen sollte.

Was man vor dem Bestellen wissen sollte

Kalbfleisch ist für das echte Produkt unverzichtbar

Österreichische Lebensmittelstandards sind rechtlich präzise: Ein Gericht darf nur Wiener Schnitzel genannt werden, wenn es Kalbfleisch (Kalbfleisch) verwendet. Bei Schweinefleisch muss das Restaurant es Schnitzel Wiener Art (Schnitzel nach Wiener Art) nennen. Viele touristisch ausgerichtete Restaurants machen diese Unterscheidung entweder nicht oder verstecken sie aktiv.

Beim Bestellen ist es akzeptabel zu fragen „Ist das Kalbfleisch?” – und wenn der Kellner zögert, sagt das alles.

Bratmethode ist entscheidend

Authentisches Wiener Schnitzel wird in reichlichen Mengen Schmalz (Schweineschmalz) oder Butterschmalz in der Pfanne gebraten – nicht frittiert, nicht gebacken. Die Technik ist spezifisch: Fett heiß genug, damit die Panade „schwimmt” und sich leicht vom Fleisch abhebt, und die charakteristisch leichte, luftige Kruste entsteht.

Größe ist Tradition, kein Scherz

Bei Figlmüller ragt das Schnitzel regelmäßig über den Tellerrand. Das ist bewusst und traditionell – eine visuelle Aussage, dass die Portion großzügig und das Haus zuversichtlich ist. Keine Sorge.

Was dazu kommt

Die klassische Beilage ist Erdäpfelsalat (warmer Kartoffelsalat mit Essig und Öl, nicht Mayonnaise) oder Petersilkartoffeln (Kartoffeln mit Petersilienbutter). Eine Zitronenspalte ist Pflicht – sie kurz vor dem Essen über das Schnitzel auszudrücken ist Teil des Rituals. Preiselbeeren (Preiselbeerkonfitüre) sind als süß-herbe Beilage traditionell.

Wo man Wiener Schnitzel in Wien isst

Figlmüller Wollzeile – der Klassiker

Adresse: Wollzeile 5, 1010 Wien (nahe Stephansdom) Preis: Schnitzel ca. €28, mit Beilagen

Das originale Figlmüller, 1905 eröffnet. Die Formel hat sich nicht geändert: riesiges Kalbsschnitzel, holzgetäfelte Räume, lange Gemeinschaftstische, unkomplizierter Service. Das Schnitzel ist verlässlich ausgezeichnet – eine ordentliche Kruste, Qualitätskalbfleisch, korrektes Braten. Das Lokal ist zu Mittag und Abend voll, also im Voraus reservieren oder bei Öffnung (11 Uhr) ankommen.

Die Touristenfallen-Falle: Figlmüller ist wirklich touristisch. Die umliegende Straße ist voll von Restaurants, die von seiner Nähe profitieren wollen. Das sollte Sie aber nicht vom Restaurant selbst abschrecken.

Figlmüller Bäckerstraße – der Schwesterbetrieb

Adresse: Bäckerstraße 6, 1010 Wien Preis: Schnitzel ca. €28, mit Beilagen

Etwas leichter reinzukommen als Wollzeile, obwohl gleichermaßen beliebt. Gleiche Qualität, intimere Innenhof-Atmosphäre. Oft die bessere Wahl für einen Sommerbesuch.

Plachutta Wollzeile – Premium und gemächlich

Adresse: Wollzeile 38, 1010 Wien Preis: Schnitzel ca. €32–36

Plachuttas Hauptruf ist für Tafelspitz, aber das Wiener Schnitzel ist hier außergewöhnlich. Aus überlegenem Kalbfleisch gemacht, mit makellos zubereiteten Beilagen serviert, in einer ruhigeren und verfeinerten Umgebung als Figlmüller. Teurer, weniger gehetzt. Eine ausgezeichnete Wahl für ein richtiges Abendessen statt einem schnellen Mittagessen.

Gasthaus Pöschl – das Viertel-Juwel

Adresse: Weihburggasse 17, 1010 Wien Preis: Schnitzel ca. €22–24

Weniger berühmt, gleich gut und erheblich weniger voll als Figlmüller. Pöschl funktioniert wie ein echter Viertel-Gasthof – kein Theater, keine Wartezeit, richtiges Wiener Kochen. Das Schnitzel ist groß, korrekt hergestellt und angemessen preiswert. Wenn man das Essen ohne Schlangen möchte, ist das in der Inneren Stadt die beste Wahl.

Zum Wohl – für Preis-Leistung in lokaler Umgebung

Einige Straßen vom Naschmarkt im 6. Bezirk. Von Einheimischen frequentiert, vernünftige Preise (€16–20 für Schnitzel mit Beilagen), korrekte Technik. Kein Schlagzeilen-Restaurant, aber ein verlässliches, ehrliches.

Was man meidet: die Touristenfallen-Anatomie

Die Restaurants direkt in der Kärntner Straße, am Graben und im unmittelbaren Umkreis des Stephansplatzes betreiben ein bekanntes Modell: Personal außen, das Touristen anzieht, laminierte Menüs mit Fotos, Schnitzel für €28–38 aus industriellem Schweinefleisch mit gefrorenen Kartoffelbeilagen.

Zeichen, auf die man achten sollte:

  • Ein Mitarbeiter steht außen und wirbt aktiv um Kunden
  • Menüs in 12 Sprachen mit Fotos jedes Gerichts
  • Die Worte „Wiener Schnitzel” ohne „vom Kalb” (vom Kalb)
  • Papiertischsets mit Touristenattraktionen

Keines davon bedeutet automatisch schlechtes Essen, aber zusammen korrelieren sie stark mit überteuerte Mittelmäßigkeit.

Wie Foodtouren helfen können

Wenn Sie sich bei der Navigation durch Wiens Restaurantszene unsicher sind, nimmt eine geführte Foodtour das Rätselraten heraus. Die Wiener Foodtouren beinhalten typischerweise eine Schnitzel-Verkostung neben anderen Wiener Klassikern.

Die Wien-Foodtour buchen für eine 3-stündige geführte Einführung in die Wiener Küche, einschließlich Schnitzel, Kaffeehaus und Marktstopps.

Die ultimative Full-Meal-Österreich-Foodtour bietet ein längeres, eindringlicheres Erlebnis – mehrere Restaurants, volle Portionen und detaillierte Erklärungen.

Ehrliche Tipps

Figlmüller reservieren. In der Hochsaison (Mai–September) ist das keine Option. Die Walk-in-Schlange kann 30–45 Minuten betragen. Online-Reservierungen sind verfügbar und dringend empfohlen.

Mittags gehen. Schnitzel-Restaurants sind mittags entspannter, Preise für Mittagsmenüs sind oft niedriger (€12–16 für Schnitzel mit Beilagen) und der Service ist schneller.

Den Kartoffelsalat bestellen, nicht Pommes. Erdäpfelsalat ist die traditionelle Beilage und passt besser zu einem Schnitzel als Pommes, die auf Menüs für Touristen, die sie erwarten, erscheinen.

Die Zitrone nicht übersehen. Es klingt offensichtlich, aber die Säure durchschneidet den Reichtum der gebratenen Kruste auf eine Weise, die das Gericht transformiert. Verwenden.

Ein Schnitzel in den Außenbezirken probieren. Ein Gasthof im 7., 10. oder 20. Bezirk, der lokale Stammgäste bedient, produziert oft ein Schnitzel, das genauso gut ist wie das von Figlmüller, für €15–18. Weniger bequem, aber ein wirklich lokales Erlebnis.

Häufig gestellte Fragen zum Wiener Schnitzel

Gibt es eine vegetarische oder vegane Version?

Einige Restaurants bieten ein Kürbisschnitzel oder eine panierte und gebratene Blumenkohlversion an. Diese sind gut für sich, aber nicht das gleiche Erlebnis. Das authentische Gericht ist grundsätzlich fleischbasiert.

Wie unterscheidet sich Wiener Schnitzel von anderen Schnitzelarten?

Die Hauptverwandten sind das deutsche Jägerschnitzel (Schwein mit Pilzsauce), Rahmschnitzel (mit Sahnesauce) und die italienische Milanese Cotoletta (auch Kalb, auch paniert, aber typischerweise ein dickerer Schnitt, oft mit Knochen serviert). Wiener Schnitzel ist durch seine Dünne, seine Pfannenbraten-Methode und das Fehlen einer Sauce definiert.

Ist es unhöflich, das Schnitzel gleichzeitig mit Gabel und Messer zu essen?

Überhaupt nicht. Europäische Essetikette gilt – Gabel in der linken Hand, Messer in der rechten. Der einzige ungewöhnliche Aspekt ist, dass man typischerweise die Zitrone vor dem Schneiden ausdrückt, damit der Saft über die gesamte Kruste fließt.

Was trinkt man zum Wiener Schnitzel?

Ein frischer Grüner Veltliner Weißwein ist die klassische Kombination – seine Säure und sein pfeffriger Abgang ergänzen den Reichtum der gebratenen Kruste. Alternativ passt ein kaltes Ottakringer oder Schwechater Bier (Wiener Lokalbiere) perfekt. Für Weinoptionen den Grüner-Veltliner-Führer lesen.

Wo ist das beste Schnitzel außerhalb der Inneren Stadt?

Gasthaus Pöschl liegt bereits nahe am Rand des Touristenbereichs. Weiter draußen Gasthäuser in den Bezirken 17 und 18 (Hernals, Währing) für echte lokale Versionen zu deutlich günstigeren Preisen probieren.

Häufig gestellte Fragen zu Wiener Schnitzel: wo man das echte Produkt in Wien isst

Was macht ein Wiener Schnitzel authentisch?

Österreichisches Recht schreibt vor, dass Wiener Schnitzel aus Kalbfleisch hergestellt werden muss. Alles, was aus Schweinefleisch hergestellt wird, muss 'Schnitzel Wiener Art' genannt werden. Das Fleisch muss dünn geklopft, in feinen weißen Semmelbröseln paniert und in Schmalz oder Butterschmalz – nicht frittiert – gebraten werden.

Was kostet Wiener Schnitzel in Wien?

In guten Restaurants wie Figlmüller €22–28 pro Schnitzel. Touristenfallen-Versionen nahe Stephansdom können €28–38 für minderwertige Schweineversionen verlangen. Günstigere Varianten in Gasthäusern in äußeren Bezirken kosten €14–18.

Ist das Figlmüller die Wartezeit wert?

Ja – die Schlange beim Figlmüller Bäckerstraße ist real und kann zu Stoßzeiten 30–45 Minuten betragen, aber das Schnitzel ist wirklich riesig (größer als der Teller), korrekt hergestellt und sehr gut. Im Voraus reservieren oder um 11:30 Uhr bei Öffnung kommen.

Was wird mit Wiener Schnitzel serviert?

Die klassische Beilage ist Erdäpfelsalat (warmer Kartoffelsalat mit Essigdressing) oder Petersilkartoffeln (gekochte Kartoffeln mit Petersilienbutter). Eine Zitronenspalte ist Pflicht. Auch Preiselbeeren (Preiselbeerkonfitüre) sind als traditionelle Beilage üblich.

Bekommt man gutes Schnitzel günstig?

Ja. Gasthäuser in den Bezirken 7, 8 oder 16 – weit von Touristenrouten – bieten typischerweise €14–17 für gutes Schnitzel mit Beilagen. Auch Würstelstände mit Leberkäse sind eine günstige nahe Alternative.

Ist das Schnitzel in Touristenrestaurants in Wien wirklich so schlecht?

Nicht universell, aber das Risiko ist hoch. Restaurants mit vor der Tür stehenden Hostern und laminierten Bildmenüs nahe dem Stephansdom verwenden routinemäßig Industrie-Schweineschnitzel, gefrorene Kartoffelbeilagen und verlangen fast das Doppelte des Preises, den ein gleichwertiges Gericht zwei Straßen entfernt kostet.

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