Dürnstein
Dürnstein in der Wachau besuchen: die blaue Barockkirche, die Burg, in der Richard Löwenherz gefangen war, und der beste Marillenwein in Österreich.
Wachau Valley: 3 Castles & Wine Private Guided Day Tour
Auf einen Blick
- Entfernung von Wien
- 90 km (inkl. Zug + Taxi/Bus ab Krems)
- Einwohnerzahl
- Unter 1.000 — winziges Dorf
- Hauptsehenswürdigkeiten
- Blaue Stiftskirche, Kuenringer Burgruine, Donaublick
- Beste Anreise
- Donauboot ab Melk
Dürnstein: das schönste Dorf der Wachau
Dürnstein ist ein Dorf mit weniger als 1.000 Einwohnern, eingeklemmt zwischen der Donau und den steilen Hängen des dramatischsten Abschnitts der Wachau. Seine zwei Wahrzeichen — der blau-weiße Augustiner-Kirchturm, der jedes Foto des Tales bestimmt, und die Kuenringer Burgruine auf dem Kamm darüber, wo Richard Löwenherz 1192–1193 gefangen gehalten wurde — packen mehr Geschichte in 500 Meter, als die meisten dreimal so großen Städte aufweisen können.
Das Dorf ist so klein, dass die meisten Besucher mit dem Donauboot ab Melk durchfahren und ein bis zwei Stunden Halt machen. Das reicht für die Stiftskirche, das Flussufer und ein Glas Wein. Für die Burgruine auf dem Hügel darüber kommt noch einmal 45 Minuten dazu.
Die blaue Stiftskirche
Die Stiftskirche Dürnstein (Augustiner Stiftskirche) ist das bekannteste Wahrzeichen der gesamten Wachau — ihr pulverblauer und weißer Barockturm ist kilometerweit in beide Richtungen flussaufwärts und -abwärts sichtbar. 1721–1733 in einem üppigen Spätbarockstil erbaut, ist die Farbe des Turms so markant, dass „Dürnsteiner Blau” zum Kürzel für die visuelle Identität des Tals geworden ist.
Das Kircheninnere ist ebenso prachtvoll — vergoldete Seitenaltäre, Deckengemälde und der Altar der ehemaligen Stiftskirche (das Stift wurde 1788 unter Kaiser Joseph II. aufgehoben). Kleiner Eintrittsbetrag.
Die Kuenringer Burg (Burgruine Dürnstein)
Über dem Dorf, erreichbar über einen markierten Fußweg (30–40 Minuten bergauf, abschnittsweise steil), ist die Kuenringer Burgruine der Ort, an dem der englische Kreuzritter König Richard I. („Löwenherz”) von 1192 bis 1193 gefangen gehalten wurde, nachdem er nach dem Dritten Kreuzzug von Herzog Leopold V. von Österreich gefangen genommen wurde. Richard hatte Leopold bei der Belagerung von Akkon beleidigt; Leopold rächte sich auf Richards Rückreise durch Österreich, auf der er als Kaufmann verkleidet war.
Der legendäre Troubadour Blondel soll burg für burg durch Europa gezogen sein und ein Lied gesungen haben, das nur Richard und er selbst kannten, bis er die Stimme des Königs von diesen Wällen hörte — eine Geschichte, die fast sicher erfunden, aber bemerkenswert hartnäckig ist. Ein erhebliches Lösegeld (entsprechend 2–3 Jahren des englischen Steueraufkommens) sicherte schließlich Richards Freilassung.
Die Burgruine bietet den besten Panoramablick in der Wachau — der Fluss biegt sich darunter, die Weinberge liegen an den gegenüberliegenden Hängen und der blaue Kirchturm liegt direkt darunter.
Marillen und Wein
Die terrassierten Hänge über Dürnstein produzieren Grünen Veltliner und Riesling von außergewöhnlicher Qualität — die Kombination aus Urgestein, Steilhang und dem thermischen Einfluss der Donau schafft Bedingungen, die es nirgendwo sonst gibt. Mehrere Weingüter in und um Dürnstein bieten Verkostungen an; Weingut Knoll (im nahen Unterloiben) und Weingut Alzinger gehören zu den renommiertesten der Wachau.
Die Marillengärten (Marillen) an den unteren Wachau-Hängen sind die andere regionale Spezialität. Im April blühen sie in rosa-weißen Schleiern, vom Fluss aus sichtbar. Im Juli–August verkaufen Straßenstände frische Marillen, Marillenkonfitüre und Marillenschnaps. Das Dürnsteiner Gebiet produziert die Wachaumarille-Sorte, geschützt durch EU-Ursprungsbezeichnung.
Die private geführte Wachau-3-Burgen-und-Wein-Tagestour deckt Dürnsteins Burg zusammen mit Aggstein und einer weiteren Wachauer Festung ab — die beste Option für Besucher, die speziell an mittelalterlicher Geschichte und Wein interessiert sind.
Die Wachau-Bus-und-Boot-Tour ab Wien hält in Dürnstein für einen Dorfspaziergang als Teil des Melk-nach-Krems-Rundkurses.
Unabhängige Anreise
Dürnstein hat keinen direkten Bahnanschluss. Ab Wien: Zug vom Franz-Josefs-Bahnhof nach Krems (1 Stunde), dann Bus 720 (Linie Wachau) nach Dürnstein (20 Minuten). Oder das Donauboot ab Melk stromaufwärts bis Dürnstein (Haltestation auf Anfrage bei manchen Verbindungen). Den DDSG-Blue-Danube-Fahrplan prüfen.
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