Belvedere-Viertel
Belvedere-Palast in Wien besuchen: Klimts Der Kuss, die Barockgärten, das Untere Belvedere und die Orangerie. Tickets, Tipps und was Sie überspringen.
Vienna: Upper Belvedere & Permanent Collection Entry Ticket
Auf einen Blick
- Bezirk
- 3. (Landstraße)
- Nächste Straßenbahn
- D (Haltestelle Schloss Belvedere)
- Oberes-Belvedere-Ticket
- ca. 16 € (Erwachsener)
- Hauptwerk
- Klimts Der Kuss (1907–08)
Das Belvedere und Klimts berühmteste Leinwand
Das Obere Belvedere beherbergt wohl das meistbesuchte Einzelgemälde in Mitteleuropa: Gustav Klimts „Der Kuss” (1907–08). Auf einem Blattgold-Grund umarmen sich zwei Figuren in Klimts charakteristischem byzantinisch beeinflussten Stil — ein Werk, das längere Schlangen in seinem Saal zieht als die Mona Lisa im Louvre, bezogen auf die Größe der Institution.
Aber das Belvedere auf „Der Kuss” zu reduzieren würde eine bemerkenswerte Sammlung verpassen. Die Dauerausstellung umfasst österreichische Kunst von der Barockzeit über die Wiener Secession und den österreichischen Expressionismus — mit bedeutenden Werken von Egon Schiele, Oskar Kokoschka und einer starken Auswahl europäischer Malerei des 18. Jahrhunderts. Das Gebäude selbst, von Prinz Eugen von Savoyen von 1717 bis 1723 erbaut, ist einer der feinsten Barockpaläste Europas.
Oberes Belvedere
Das Obere Belvedere beherbergt die Dauerausstellung auf drei Etagen. Das Erdgeschoss deckt Barock und Mittelalter ab; die erste Etage enthält die Klimt-Räume (mehrere bedeutende Werke, nicht nur „Der Kuss”) sowie die Schiele- und Kokoschka-Bestände; die oberste Etage beherbergt die österreichische Biedermeier-Periode.
Eintrittskarte für das Obere Belvedere mit Dauerausstellung kaufen — die Online-Buchung kostet dasselbe wie an der Kasse und vermeidet die Eingangsschlange, die durch Mitte des Vormittags anwächst.
Eine private Belvedere- und Klimt-Führung ist der beste Weg, die Symbolik in „Der Kuss” und Klimts Beziehung zu seinen Modellen und Mäzenen zu verstehen — die Geschichte des Gemäldes ist mit einem kundigen Führer reicher.
Unteres Belvedere und Orangerie
Das Untere Belvedere (nördliches Ende der Gärten, separater Eingang) beherbergt das Barockmuseum und die Orangerie. Das Barockmuseum zeigt Prinz Eugens Originalsammlung — einschließlich der Marmorskulpturen von der Treppe —, während die Orangerie Wechselausstellungen und Klassikkonzerte in einem langen tonnengewölbten Saal veranstaltet.
Das Untere Belvedere wird oft von Besuchern übersehen, die direkt zum Oberen gehen. Kombikarten decken beide ab. Der Marmorsaal im Unteren Belvedere ist spektakulär — vergoldete, freskierte Decke und Prinz Eugens Reiterporträt in voller Montur.
Die Gärten
Die formalen Französischen Gärten zwischen den beiden Palästen sind vom Haupteingang an der Prinz-Eugen-Straße kostenlos zugänglich (ab 6:30 Uhr geöffnet). Die Achse vom Brunnen des Unteren Belvedere zum Eingang des Oberen Belvedere ist einer der schönsten Formalgartenspazieränge Wiens. Sphinxskulpturen flankieren die Treppen; die Spiegelbecken vor dem Oberen Belvedere spiegeln die Schlossfassade im besten Morgenlicht wider.
Der Alpengarten neben dem Belvedere-Gelände ist einer der ältesten Alpenpflanzengärten Europas, seit 1803 gepflegt. Von April bis Juli geöffnet; separater Eintritt.
Anreise
Straßenbahn D vom Schwarzenbergplatz bis Schloss Belvedere — ca. 10 Minuten von der Ringstraße. Zu Fuß vom Hauptbahnhof: 15 Minuten durch den Landstraßer Gürtel. Zu Fuß von der Innere Stadt: 25 Minuten am Schwarzenbergplatz vorbei.
Belvedere 21
Belvedere 21 (ehemaliger Österreichischer Pavillon von der Brüsseler Weltausstellung 1958, 2011 umgestaltet und wiedereröffnet) liegt im Schweizergarten südlich des Südbahnhofs. Es spezialisiert sich auf österreichische Gegenwartskunst von 1945 bis zur Gegenwart und ist der am wenigsten besuchte Zweig der Belvedere-Gruppe — was es zu einem der lohnenswertesten für Interessierte an österreichischer Nachkriegskunst ohne Menschenmassen macht.
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