Spittelberger Weihnachtsmarkt: Wiens gemütlichster Adventmarkt
Vienna: Christmas Market Magic Walking Tour with a Local
Was macht den Spittelberger Weihnachtsmarkt besonders?
Spittelberg ist Wiens atmosphärisch gemütlichster Weihnachtsmarkt — in den laternenbeleuchteten Gassen eines erhaltenen Biedermeier-Viertels aus dem 18. Jahrhundert, mit echtem handgemachtem österreichischem Kunsthandwerk, besserem Punsch und einem überwiegend lokalen Wiener Publikum statt internationaler Reisegruppen.
Der Weihnachtsmarkt, den die Wiener selbst besuchen
Fragen Sie Wiener Locals, welchen Weihnachtsmarkt sie selbst besuchen — nicht welchen sie Touristen empfehlen — und überproportional viele nennen Spittelberg. Er ist kleiner, etwas abseits gelegen, weniger sofort offensichtlich und erheblich weniger überlaufen. Er ist auch der Markt mit der konsistentesten Qualität beim handgemachten Kunsthandwerk und dem genuinsten atmosphärischen Ambiente.
Spittelberg ist ein erhaltenes Biedermeier-Viertel aus dem 18. Jahrhundert im 7. Bezirk (Neubau) — ein Raster niedriger Straßen, das irgendwie Wiens Transformation im 19. Jahrhundert und die Kriegsschäden des 20. Jahrhunderts überstand. Seine Kopfsteinpflaster-Gassen, laternen- und adventbeleuchtet, werden zu einem von Wiens gemütlichsten Orten, wenn der Weihnachtsmarkt sie bespielt.
Was Sie wissen müssen
Das Viertel
Das Spittelberg-Viertel wurde in den 1770er–1790er Jahren als Arbeiterwohngebiet nahe der Stadtmauern gebaut. Seine charakteristischen zwei-bis-dreistöckigen Gebäude, Innenhöfe und engen Straßen sind seit den 1970er Jahren erhalten (und umfassend renoviert) worden. Heute ist es das ganze Jahr über ein kreatives Viertel mit unabhängigen Boutiquen, Weinbars und Restaurants — der Weihnachtsmarkt ist ein jährliches Overlay auf ein Viertel, das ohnehin interessant ist.
Die Marktstände sind durch die Gassen verteilt — hauptsächlich Spittelberggasse, Gutenberggasse, Kirchberggasse und die Verbindungsstraßen. Da der Markt linear ist (entlang Straßen statt konzentriert auf einem Platz), verteilt der natürliche Fußgängerstrom die Menschenmenge gleichmäßiger als bei einem platzbasierten Markt. Das ist ein Grund, warum er selbst an belebten Abenden weniger überfüllt wirkt.
Das Kunsthandwerk
Spittelbergs Markt ist ausdrücklich ein Kunsthandwerksmarkt, kein Speisen-und-Getränke-Markt mit etwas Handwerk. Die Organisatoren wenden strengere Kuration als die meisten Wiener Märkte an — Stände mit handgemachten Waren werden bevorzugt, und der Markt hat sich einen Ruf für echte österreichische Handwerkskunst aufgebaut:
- Mundgeblasene Glasornamente (österreichisches Glasblasen lebt in bestimmten Regionen — besonders Salzkammergut)
- Bienenwachskerzen (natürlich, lokal produziert)
- Keramik und Töpferwaren (handgefertigt von den am Stand anwesenden Künstlern)
- Holzschnitzerei und Schnitzerei (geschnitzte Holzdekorationen, Tiere, Krippenfiguren)
- Österreichische Textilwaren — gestrickte Sachen, bestickte Wäsche, Trachten-Accessoires (Dirndl-Schürzen, Lederhosen-Accessoires)
- Handgeschmuck aus Silber, Horn und Filz
- Seifen und Kosmetika österreichischer Kleinproduzenten (Schafmilchseife)
Der sichtbare Indikator, dass ein Stand wirklich handgemachte Waren verkauft: Der Hersteller ist meist anwesend, arbeitet an Objekten und kann seinen Prozess erklären. Stände mit abwesendem Künstler und anonymen, identischen Produkten mit Massenprodukt-Ästhetik sind die zu überspringenden.
Speisen und Getränke
Spittelbergs Essenangebot ist kleiner als das am Rathausplatz (weniger Stände, weniger Vielfalt), aber mit leicht höherer Durchschnittsqualität:
- Punsch: Mehrere Anbieter, jeder mit eigenem Rezept. Lohnt sich, zwei verschiedene Stände zu vergleichen. Die allgemeine Qualität bei Spittelberg ist besser als an den touristisch ausgerichteten Ständen am Rathausplatz.
- Germknödel: Frisch auf Bestellung gemacht statt vorgemacht und warmgehalten.
- Käsekrainer: Auf Bestellung gegrillt.
- Langos: Traditionelles ungarisch-österreichisches Fladenbrot.
- Süße Stücke: Lebkuchen, Strudel vom echten Bäcker statt aus Industrieproduktion.
- Glühwein und Apfelmost: Beide in alkoholischer und alkoholfreier Version.
Die beheizten Sitzbereiche sind kleiner als am Rathausplatz — früh kommen, um an belebten Abenden einen Platz zu finden.
Die Atmosphäre
Der Markt ist laternen- statt LED-beleuchtet — eine bewusste ästhetische Entscheidung, die deutlich wärmeres und traditionelleres Licht schafft als die helle weiße LED-Beleuchtung größerer Märkte. Die engen Gassen bedeuten, dass Sie auf beiden Seiten von beleuchteten Ständen umgeben sind, mit dekorierten Fenstern der Wohngebäude darüber — ein genuines Gefühl, durch eine Advent-Szene zu wandeln, statt durch einen kommerziellen Markt.
Weihnachtslieder erklingen in angemessener Lautstärke — hörbar, aber nicht überwältigend.
Anreise
Mit der U-Bahn: U2 bis Station Volkstheater. Aus der Station und südwärts durch den Neubau gehen — ca. 10 Gehminuten. Der Weg führt durch das kreative Viertel (Kirchengasse, Zollergasse), das für sich selbst einen Besuch wert ist.
Mit der Straßenbahn: Tram 49 fährt entlang der Burggasse (angrenzend an den Marktbereich) aus Richtung Ring. Haltestelle Neubaugasse.
Zu Fuß vom MuseumsQuartier: 15 Minuten durch den 7. Bezirk.
Vom Rathausplatz: 20 Gehminuten durch die Innere Stadt und in den 7. Bezirk, oder 10 Minuten mit Tram 49 vom Burgring.
Besuchsplanung
Idealer Zeitplan
Wochenabend (empfohlen):
- Ankunft an der U2 Volkstheater um 16 Uhr, wenn die Dämmerung einsetzt
- Südwärts durch den Neubau zum Markteingang an der Spittelberggasse gehen
- Den Markt von Norden her betreten und langsam durch die Gassen schlendern
- Erster Stopp: Glasornament-Stände (oben am Markt)
- Punsch von einem Stand in der Mitte (den ersten überspringen — gehen, bis Sie den mit den meisten Locals sehen)
- Weiter südlich durch Gutenberggasse und Kirchberggasse
- Keramik- und Holzschnitzerei-Stände erkunden
- Einen beheizten Sitzbereich finden (es gibt 2–3 Wärmestationen)
- Zweiter Punsch und Germknödel
- Südlich Richtung MuseumsQuartier oder Straßenbahn verlassen
Gesamtzeit: 1,5–2,5 Stunden.
Kombiniert mit dem Rathausplatz: Zuerst zum Rathausplatz (15 Uhr), Größe und Eislaufbahn genießen, dann mit Straßenbahn oder zu Fuß nach Spittelberg (17:30 Uhr) für Handwerksqualität und lokale Atmosphäre. Der gegensätzliche Charakter der beiden Märkte in Folge veranschaulicht Wiens Weihnachtsmarkt-Spektrum besser, als es jeder für sich alleine könnte.
Geführte Erlebnisse
Die Weihnachtsmarkt-Zaubertour mit einem Local eignet sich besonders gut für Spittelberg — ein ortskundiger Guide, der das Viertel kennt, kann auf die besten Handwerksstände hinweisen und die Biedermeier-Quartiersgeschichte neben dem Markt erklären.
Die Wiener Weihnachtsmarkttour kann einen Spittelberg-Stopp neben anderen Märkten beinhalten — fragen Sie beim Buchungsoperator nach, ob die aktuelle Route ihn einschließt.
Ehrliche Tipps
Der Spittelberger Markt wird am besten langsam besucht. Der Besucherdruck ist gering genug, dass Sie an jedem Stand innehalten können, ohne vorwärtsgeschoben zu werden. Nehmen Sie sich Zeit — prüfen Sie, was handgemacht vs. kommerziell produziert ist, sprechen Sie mit den Machern, und lassen Sie die Atmosphäre auf Sie wirken.
Die Handwerksqualität variiert innerhalb des Marktes. Nicht jeder Stand in Spittelberg ist außergewöhnlich — manche sind besser als andere. Glasornament- und Keramikstände sind typischerweise qualitativ am beeindruckendsten. Souvenir-ähnliche Stände (bedruckte Artikel, Massenproduktionskristalle) sind weniger interessant.
Besuchen Sie die Viertelrestaurants danach. Der 7. Bezirk hat einige von Wiens besten unabhängigen Restaurants und Weinbars (Mast Weinbistro, Glacis Beisl in der Nähe). Ein Post-Markt-Dinner im Viertel verlängert einen angenehmen Abend ohne Rückkehr ins Touristenzentrum.
Der Markt ist kleiner als erwartet. Erstbesucher haben manchmal das Gefühl, alles in 45 Minuten gesehen zu haben. Der richtige Ansatz ist, langsamer zu werden, genauer hinzusehen, etwas von einem Macher zu kaufen, mit dem Sie gesprochen haben, und den besten Punsch zu finden, statt es effizient als abzuhakende Box zu behandeln.
November ist ruhiger als Dezember. Wenn Sie in der letzten Novemberwoche statt Mitte Dezember besuchen können, ist das Gedränge merklich geringer, während der Markt vollständig in Betrieb ist.
Häufig gestellte Fragen zum Spittelberger Weihnachtsmarkt
Ist Spittelberg kommerzieller oder weniger kommerziell als der Rathausplatz?
Erheblich weniger kommerziell. Die Marktorganisatoren kuratieren aktiv für echtes Kunsthandwerk statt kommerziellen Output. Massenprodukt-Importe, die als österreichische Handarbeit präsentiert werden, sind hier viel weniger wahrscheinlich als am Rathausplatz.
Gibt es Toiletten am Spittelberger Weihnachtsmarkt?
Ja — mobile Anlagen werden im Marktbereich bereitgestellt. Die Viertelsbars und -restaurants gewähren Kunden ebenfalls Toilettenzugang.
Ist der Spittelberger Markt kinderfreundlich?
Ja, obwohl er keine speziellen Kinderattraktionen hat (keine Eislaufbahn, kein Märchenbahn). Die Größe und die laternenbeleuchtete Atmosphäre sind für ältere Kinder zauberhaft. Für jüngere Kinder, die ein spezielles Kinderprogramm brauchen, ist der Rathausplatz besser geeignet.
Kann ich in der Nähe des Spittelberger Weihnachtsmarkts parken?
Parken im 7. Bezirk ist in der Weihnachtssaison beschränkt und begrenzt. Öffentliche Verkehrsmittel sind die praktische Option. U2 von überall in der Inneren Stadt erreicht Volkstheater in Minuten.
Häufig gestellte Fragen zu Spittelberger Weihnachtsmarkt: Wiens gemütlichster Adventmarkt
Wo befindet sich der Spittelberger Weihnachtsmarkt?
Wann ist der Spittelberger Weihnachtsmarkt geöffnet?
Ist Spittelberg teurer als andere Wiener Märkte?
Wie groß ist der Spittelberger Weihnachtsmarkt?
Ist der Spittelberger Markt gut für den Kauf echten österreichischen Kunsthandwerks?
Kann ich Spittelberg mit dem Rathausplatz-Markt kombinieren?
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