Rathausplatz Weihnachtsmarkt: Wiens größter Adventmarkt
Christmas in Vienna: Markets and Vintage Shops Walking Tour
Wie ist der Rathausplatz-Weihnachtsmarkt?
Es ist Wiens größter Weihnachtsmarkt – über 150 Stände, Europas größte saisonale Außeneislaufbahn und das spektakuläre neugotische Rathaus als Kulisse. An Wochenenden außerordentlich voll. Am besten an Wochentagnachmittagen erleben. Die Größe ist beeindruckend, aber die Handwerksqualität ist uneinheitlich.
Wiens Vorzeige-Weihnachtsmarkt
Der Rathausplatz-Weihnachtsmarkt ist derjenige, der auf jedem Wiener Winterfoto erscheint: Das neugotische Rathaus – ein architektonisches Meisterwerk des 19. Jahrhunderts, nach dem Vorbild des Brüsseler gotischen Stadthauses erbaut – erhebt sich über ein Meer erleuchteter Stände, mit Eisläufern im Vordergrund und dem Geruch von Punsch und gerösteten Kastanien in der kalten Luft.
Es ist der größte Weihnachtsmarkt Österreichs und einer der größten Europas. Er ist auch der am meisten frequentierte. Dieser Leitfaden erklärt, was hier wirklich Ihre Zeit wert ist, was Sie meiden sollten und wie Sie ihn navigieren, ohne überwältigt zu werden.
Was Sie wissen müssen
Die Kulisse
Der Rathausplatz an der Ringstraße ist das Epizentrum. Das neugotische Rathaus, von Friedrich von Schmidt entworfen und 1883 fertiggestellt, bietet eine Kulisse, die vom würdevollen Tagesgrau zur warmen Bernsteinbeleuchtung bei Nacht wechselt – eine der dramatischsten Kulissen für einen Weihnachtsmarkt in ganz Europa.
Der Markt belegt den gesamten großen Platz vor dem Rathaus, mit Ständen in Reihen auf der gepflasterten Oberfläche und der Eislaufbahn im zentralen Bereich zwischen den Ständen und dem Haupteingang des Gebäudes.
Was es hier gibt
Die Stände (150+): Gemischte Qualität. Die Außenreihen tendieren dazu, die besseren Handwerks- und Lebensmittelstände zu haben. Die inneren Reihen näher am Gebäude haben eine Mischung aus Souvenirständen, Geschenkpapier- und Weihnachtsschmuckverkäufern und österreichischen Handwerkswaren. Auf Stände mit handgeschriebenen Schildern und sichtbar anwesendem Hersteller achten – das sind eher echte österreichische Handwerkswaren.
Die Eislaufbahn: Eine der größten saisonalen Eislaufbahnen Europas vor der Rathauskulisse. Schlittschuhverleih vorhanden. Die Bahn läuft auch nach dem Markt in den Winter hinein (typischerweise bis Februar) als eigenständige Attraktion.
Die Märchenbahn: Eine Kinderminiaturbahn, die durch eine märchenhaft gestaltete Strecke führt. Ein Highlight für Familien mit jüngeren Kindern.
Essensstände: Die größte Vielfalt aller Wiener Weihnachtsmärkte. Käsekrainer, Germknödel, Langos, Strudel, geröstete Kastanien, Glühwein, Punsch (mehrere Sorten), Kakao, Lebkuchen, Maroni und eine Auswahl internationaler Essensstände.
Konzertbühne: Live-Musik und Auftritte während der gesamten Marktzeit. Programm umfasst klassische Musik, Chorgesang, traditionelle österreichische Volksmusik und Kinderaufführungen.
Die Besucherrealität
Der Rathausplatz-Markt ist von Mitte Dezember an wirklich sehr voll. An den letzten zwei Wochenenden vor Weihnachten (typischerweise das Wochenende 12.–14. Dezember und 19.–21. Dezember) kann die Besuchterdichte zwischen den Ständen unangenehm sein und das Durchqueren des Marktes im eigenen Tempo schwierig werden.
Die Lösung: An einem Wochentagnachmittag in den ersten zwei Dezemberwochen gehen. Der Markt ist voll in Betrieb, die Atmosphäre ist ausgezeichnet, die Lichter gehen ab ca. 16 Uhr an, und die Besucherzahl beträgt vielleicht 30% von dem, was an einem belebten Freitagabend herrscht. Der Unterschied ist erheblich.
Was man meiden sollte
Generische Souvenirstände: Stände, die „I Love Vienna”-Ornamente, Massenproduktions-Schneekugeln und generischen Weihnachtsbaumschmuck verkaufen, gibt es im gesamten Markt. Diese Artikel sind identisch mit dem, was in Souvenirläden zu halben Preisen verkauft wird. Ignorieren.
Burger- und Pizzastände: Einige Stände verkaufen Burger und Pizza, weil manche Besucher sie anscheinend wollen. Sie sind überteuert und nicht besonders gut. Das österreichische Essen ist besser.
Die Warteschlange bei der Eislaufbahn am Wochenende: Schlittschuhverleihschlangen können an belebten Wochenenden 30–45 Minuten dauern. Entweder an einem Wochentag gehen oder die Wartezeit akzeptieren – es lohnt sich, sobald man auf dem Eis mit dem beleuchteten Rathaus oben ist.
Anfahrt
Per U-Bahn: U2 bis Station Rathaus, die direkt auf den Rathausplatz führt. Per Straßenbahn: Ringstraßenstraßenbahnen 1 und 2 halten an der angrenzenden Ringstraße. Zu Fuß: 15 Minuten vom Stephansdom entlang der Ringstraße oder durch die Innere Stadt.
Auto meiden: Parken ist in der Nähe des Rathausplatzes während der Weihnachtszeit schwierig und teuer. Öffentliche Verkehrsmittel sind der richtige Ansatz.
Besuchsplanung
Idealer Erstbesucher-Ablauf
- Um 15:30 Uhr am Rathaus-U-Bahn-Ausgang ankommen an einem Dienstag oder Mittwoch
- Von Süden nach Norden durch den Markt gehen, Maroni (Kastanien) von einer Rösttrommel probieren
- Einen Punsch von einem der Stände zur Mitte des Marktes hin holen (nicht am ersten Stand – Preise und Qualität variieren)
- Das 16-Uhr-Konzert auf der Bühne anschauen (kostenlos, kein Ticket)
- Die Eislaufbahn besuchen (um 16:30 Uhr ankommen nach dem Nachmittagsrush)
- Mit einem Germknödel abschließen
Gesamtzeit: 2–3 Stunden.
Kombination mit anderen Märkten
Der Freyung-Markt und der Am-Hof-Markt sind 10–15 Gehminuten östlich vom Rathausplatz. Beide sind kleiner und ruhiger. Ein gutes Abendprogramm: Zuerst Rathausplatz (beeindruckendste Größe, belebt), dann zu Am Hof und Freyung laufen (ruhiger, traditioneller). Siehe den vollständigen Weihnachtsmarkt-Vergleich.
Geführte Touren
Die Weihnachtsmärkte- und Vintage-Shops-Tour umfasst den Rathausplatz-Markt neben Wiens Vintage-Shopping-Kultur – eine gute Kombination für Besucher, die sich für beides interessieren.
Die Wiener Weihnachtsmärkte-Tour umfasst typischerweise den Rathausplatz als Teil einer Mehrmarkt-Abendtour – effizient, wenn Sie mehrere Märkte in einer Session sehen möchten.
Die 2,5-stündige magische Festtour bietet ein längeres geführtes Erlebnis über mehrere Märkte mit Erklärungen der Adventtraditionen.
Ehrliche Tipps
Die besten Stände befinden sich weiter hinten (Nordende, nahe dem Rathauseingang). Die meisten Besucher betreten den Markt von Süden (Ringstraße) und clustern sich um die ersten Stände. Der Weg durch bis zum Nordende – näher am Gebäude – offenbart typischerweise hochwertigere Handwerksstände mit weniger Menschen.
Die Punsch-Tassen sind sammelwürdig. Der Rathausplatz hat typischerweise eine speziell entworfene Jahrestasse mit dem Rathausbild. Das Behalten kostet Sie das Pfand (€2–3), aber die Tasse ist ein echtes Souvenir statt eines generisch gekauften Artikels.
Eislaufen ist an Wochentags-Morgen am besten. Die Eislaufbahn öffnet um 10 Uhr, und die ersten Stunden sind erheblich weniger voll als der abendliche Höhepunkt. Schulen nutzen sie für Gruppenbesuche, die kurze belebte Phasen erzeugen können – an der Verleihtheke nach den am wenigsten belebten Zeiten fragen.
Für Kälte anziehen. Der Rathausplatz ist ein offener Platz ohne natürlichen Windschutz. Im Dezember kann der Windchill sich deutlich kälter anfühlen als die Umgebungstemperatur. Ein richtiger Wintermantel, Schal und Mütze sind unerlässlich. Handwärmer sind von Ständen erhältlich, falls Sie sie vergessen.
Kinder brauchen extra Schichten. Die Märchenbahn und Eislaufbahn sind ausgezeichnet für Kinder, aber Kälte trifft kleine Kinder schneller als Erwachsene. Mehrere Schichten und wasserdichte Oberbekleidung sind sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen.
Häufig gestellte Fragen zum Rathausplatz-Markt
Ist der Rathausplatz-Markt der beste Weihnachtsmarkt in Wien?
Er ist der größte und spektakulärste. Ob er der „beste” ist, hängt von den Prioritäten ab: Für Größe und Eislaufbahn, ja. Für Handwerksqualität nein – Spittelberg ist besser. Für die schönste Kulisse ist Schönbrunn möglicherweise gleichwertig. Siehe den vollständigen Vergleichsführer.
Hat der Markt einen separaten Bereich für Kinder?
Ja – die Märchenbahn und das Kinderprogramm sind speziell für jüngere Besucher. Das Kinderprogramm (Konzerte, Märchenaufführungen auf der Bühne) läuft die gesamte Marktzeit. Zeiten werden täglich an der Bühne angeschlagen.
Kann ich den Rathausplatz-Markt und die Ringstraße am selben Tag besuchen?
Problemlos – die Ringstraße verläuft unmittelbar angrenzend an den Rathausplatz. Das Kunsthistorische Museum, Naturhistorische Museum, das Parlament und das Burgtheater sind alle innerhalb von 10 Gehminuten. Siehe den Ringstraßen-Führer für den vollständigen Architekturspaziergang.
Gibt es im Rathausplatz-Markt Sitzmöglichkeiten zum Essen?
Ja – die Hauptessensstände haben Stehtische mit Heizstrahlern und mehrere größere Sitzbereiche mit Bänken und Stehtischen. Die beheizten Zeltbereiche in der Mitte des Marktes sind besonders nützlich an kalten oder nassen Abenden. Sitzmöglichkeiten füllen sich schnell an belebten Abenden – früh ankommen und einen Platz reservieren, bevor Sie Essen und Getränke holen.
Häufig gestellte Fragen zu Rathausplatz Weihnachtsmarkt: Wiens größter Adventmarkt
Wann öffnet und schließt der Rathausplatz-Markt?
Was kostet das Eislaufen am Rathausplatz?
Was ist die Märchenbahn am Rathausplatz?
Ist der Rathausplatz-Markt rollstuhlgerecht?
Was sind die besten Speisen am Rathausplatz-Markt?
Wie voll wird der Rathausplatz?
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