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Wien im Winter: 4-Tage-Weihnachtsmarkt-Reiseplan

Wien im Winter: 4-Tage-Weihnachtsmarkt-Reiseplan

Vienna: Christmas Markets Tour

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Wien im Winter ist eine andere Stadt — ruhigere Besucherströme bei den Palästen, außergewöhnliche Weihnachtsmärkte von Ende November bis 23. Dezember, Glühwein im Schnee und ein klassisches Konzert im Goldenen Saal des Musikvereins mit eingeschalteten Heizkörpern und dem Publikum in Mänteln. Dieser Reiseplan läuft am besten von Mitte November bis 23. Dezember; passen Sie ihn für die Weihnachtswoche an (Märkte schließen 23.–24. Dezember, einige Märkte öffnen wieder 26. Dezember–6. Januar).

WoInnere Stadt, Rathausplatz, Schönbrunn, Spittelberg (7. Bezirk)
Kostenetwa 350–500 € pro Person für 4 Tage, ohne Flüge
Benötigte Zeit4 Tage (3 reichen, wenn man das Belvedere streicht)
AnreiseCAT oder S-Bahn vom Flughafen, dann U-Bahn zwischen den Märkten
Beste ZeitMitte November bis 23. Dezember; 24.–25. Dezember meiden

Auf einen Blick

Tag 1: Ankunft und Rathausplatz-Weihnachtsmarkt. Tag 2: Schönbrunn Palast und Weihnachtsmarkt. Tag 3: Hofburg, Innere-Stadt-Märkte und Musikverein-Konzert. Tag 4: Spittelberg-Markt, Belvedere und Abschied.


Wiens Weihnachtsmärkte: die ehrliche Karte

Wien hat sechs Hauptmärkte und Dutzende kleinere. Die drei meistbesuchten:

Rathausplatz Christkindlmarkt — der größte, vor dem neugotischen Rathaus mit 140+ Ständen, einer Eisbahn und dem beleuchteten Rathaus als Kulisse. Atmosphärisch, aber voll; die Essen-und-Getränke-Stände umringen den Marktrand, während die Kunsthandwerksstände im Zentrum konzentriert sind. Öffnung typischerweise 15. November – 26. Dezember.

Schönbrunner Weihnachtsmarkt — kleiner als der Rathausplatz, im Barockvorplatz des Palastes aufgestellt. Bessere Qualitätshandwerksarbeiten, weniger voll, der bei Dämmerung beleuchtete Palast ist wirklich atemberaubend. Öffnung: Mitte November – 26. Dezember.

Spittelberg Christkindlmarkt — der atmosphärischste der Stadt in den Fußgängerstraßen des Biedermeierviertels im 7. Bezirk. Lokale Kunsthandwerker (Schmuck, Keramik, Holzarbeiten), enge, mit Lichtern dekorierte Gassen, unabhängige Imbissstände. Öffnung: Ende November – 24. Dezember. Das ist der, den Einheimische bevorzugen.

Eine geführte Markttour —

Wien Weihnachtsmarkt-Tour — 2,5 Stunden festlicher Zauber

— besucht mehrere Märkte mit einem ortskundigen Führer, der ihre Geschichte erklärt und die besten Stände zeigt. Nützlich für Erstbesucher, die unter der Fülle die Orientierung behalten wollen.


Für den vollständigen Vergleich aller sechs Märkte – Öffnungstermine, Essen, Besucheraufkommen – siehe den Guide zu den Wiener Christkindlmärkten und den Vergleich der besten Christkindlmärkte in Wien. Wer nur Zeit für einen hat: Der Guide zum Christkindlmarkt am Rathausplatz und der Guide zum Christkindlmarkt Spittelberg gehen jeweils tiefer ins Detail, als diese Rundreise es kann.

Wann fahren: Woche für Woche

Der Advent dauert rund vier Wochen, und jede hat einen anderen Charakter. Wochenenden sind unabhängig von der Woche immer voller als Wochentage.

WocheCharakterAndrang
1. Adventwochenende (Mitte Nov.)Märkte gerade eröffnet, festlich, aber noch nicht vollMäßig
2.–3. AdventwochenendeHöhepunkt der Stimmung, alle Märkte in BetriebVoll, besonders am Wochenende
Woche vor WeihnachtenEinheimische beim Einkaufen, längere AbendöffnungszeitenVollster Zeitraum der Saison
24.–25. DezemberDie meisten Märkte geschlossenEntfällt – darum herum planen
26. Dez.–6. Jan.Eine Handvoll Märkte öffnet wieder (darunter Rathausplatz)Ruhig, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Werktagnachmittage in der 2. oder 3. Adventwoche sind der Sweet Spot: Märkte voll geöffnet, Andrang überschaubar. Siehe unseren Guide zur besten Reisezeit für Wien für den Vergleich des Winters mit dem Rest des Jahres, und Wien im Winter für ein breiteres saisonales Bild über die Märkte hinaus.

Tag 1: Ankunft und Rathausplatz

Nachmittag (Ankunft bis 14:00 Uhr)

Einchecken, dann mit der U2 bis Rathaus bis 15:00 Uhr. Der Rathausplatz Christkindlmarkt wird in den 2–3 Stunden vor der Dämmerung (ca. 16:00–17:30 Uhr in November–Dezember) am eindrucksvollsten erlebt, wenn die Marktlichter angehen und die Rathaus-Beleuchtung am dramatischsten ist, während noch Tageslicht vorhanden ist.

Was essen und trinken: Glühwein (erhitzter Rotwein mit Gewürzen, das übliche Wintergetränk, ca. 4–5 € pro Becher im Pfandkrug), Punsch (Wiener Gewürzpunsch stärker als Glühwein), Marroni (geröstete Kastanien, 4 € pro Papiertüte — der Geruch ist so sehr das Erlebnis wie der Geschmack), Langos (ungarisches frittiertes Fladenbrot mit saurer Sahne — ein Wien-Weihnachtsmarkt-Klassiker, 4–6 €).

Was kaufen: Die Rathausplatz-Stände bieten Glaswaren, Weihnachtsschmuck, handgemachte Kerzen und Adventskalender. Qualität variiert — nehmen Sie sich Zeit zum Vergleichen. Österreichisches Lodentuch (das dicke Walkwolltuch) und Silberschmuck sind typischerweise die besten Preiskäufe.

Die Rathausplatz-Eisbahn (im selben Zeitraum geöffnet) hat keinen Eintritt; Schlittschuhverleih kostet ca. 7 €.

Abend (ab 18:30 Uhr)

Abendessen in der Nähe des Rathausplatzes. Café Landtmann (Dr.-Karl-Lueger-Ring 4) liegt 3 Gehminuten entfernt und serviert ausgezeichnete Wiener Klassiker — das Gulasch im Winter, warm und paprikawürzig, ist das, was Wien isst, wenn es kalt ist. Budget 30–40 € pro Person.


Tag 2: Schönbrunn und Weihnachtsmarkt

Vormittag (8:45–12:30)

U4 nach Schönbrunn. Buchen Sie die

Schönbrunn-Tour ohne Anstehen

für 9:00 Uhr — Besuchermengen sind im Winter geringer als im Sommer, aber Skip-the-Line spart dennoch 20–30 Minuten. Der Palast im Winter fühlt sich atmosphärischer an: die Heizung, das gedämpfte Licht durch hohe Fenster, das Gefühl eines bewohnten Gebäudes statt eines Museums.

Spazieren Sie danach durch den Garten — das formale Parterre ist im Winter kahl und geometrisch, was die Gartengestaltung (im Sommer durch das Laub nicht sichtbar) klar zeigt. Die Gloriette ist zugänglich; der Blick über ein graues Wien ist nicht weniger schön, nur anders.

Nachmittag (13:00–17:30)

Mittagessen im Café Residenz (im Palastpark) für Wiener Klassiker in imperialem Ambiente.

Der Schönbrunner Weihnachtsmarkt öffnet ab Nachmittag bis in den frühen Abend. Er ist kleiner und hochwertiger als der Rathausplatz — besser für Handwerkseinkäufe, ruhiger für Glühwein. Der in Schönbrunner Gelb (dem eigentümlich kaiserlichen Gelbton des Palastes, historisch farblich abgestimmt) bei Dämmerung beleuchtete Palast hinter den Marktständen ist eines von Wiens meistfotografierten Winterbildern.

Abend (ab 18:00 Uhr)

Rückkehr ins Stadtzentrum. Abendessen im Figlmüller Wollzeile — das Wiener Schnitzel im Winter, mit einem Glas Grüner Veltliner, ist der Komfortessen-Maßstab der Reise. Vorher reservieren.


Tag 3: Hofburg, Innere-Stadt-Märkte und Musikverein

Vormittag (9:30–13:00)

Die Hofburg ist im Winter ausgezeichnet — die Führung beleuchtet die Geschichte der Habsburger von ihren mittelalterlichen Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert, und die Weihnachtsdekorationen, die die Hofburg im November–Dezember zu den Räumen hinzufügt, sind aufwändig. Buchen Sie die

Hofburg und Sisi Museum Führung

für 10:00 Uhr.

Nach der Hofburg der Am Hof Weihnachtsmarkt (5 Gehminuten, am gleichnamigen Platz) — das ist der Kunsthandwerkmarkt, klein (ca. 20 Stände) und konzentriert auf handgemachte Waren statt Essen. Bienenwachskerzen, handgeschnitzte Holzspielzeuge und österreichische Kräuterliköre. Weniger überfüllt als der Rathausplatz.

Nachmittag (13:30–17:30)

Mittagessen im Café Central — das vollständige Wiener Erlebnis im Winter, mit eingeschalteter Heizung, Zeitungen auf Holzhaltern und Kuchen hinter Glas.

Nachmittag: der Innere-Stadt-Adventweg — eine selbstgeführte Route, die die kleineren Märkte am Freyung (österreichische Weine und Handwerk), am Stephansplatz (kompakt, touristisch, aber bequem) und die Stände entlang des Grabens verbindet. Glühwein beim Spaziergang.

Das Kunsthistorische Museum (16:00–17:30), falls Galerie-Zeit gebraucht wird — die Bruegel-Winterlandschaften wirken im Dezember passend.

Abend (ab 19:30 Uhr): Musikverein

Heute Abend:

Wiener Klassikkonzert im Musikverein

. Der Goldene Saal im Dezember ist beheizt, voll und das Publikum umfasst einen höheren Anteil Wiener (viele Österreicher besuchen Weihnachtskonzerte als jährliche Tradition). Das Programm fügt typischerweise Strauß’ Blaue Donau und winterbezogene Werke zum üblichen Vier Jahreszeiten und Mozart hinzu. 2–3 Wochen im Voraus buchen.

Abendessen vor dem Konzert: Café Schwarzenberg (praktisch, verlässlich, 5 Minuten vom Musikverein).


Tag 4: Spittelberg, Belvedere und Abschied

Vormittag (10:00–12:30)

Der Spittelberg Christkindlmarkt (7. Bezirk, Spittelberggasse und umliegende Gassen) ist der Grund, diesen Reiseplan auf vier Tage auszudehnen. Das ist der Markt, den die Wiener tatsächlich besuchen: lokale Kunsthandwerker (viele verkaufen nur hier, eine Woche im Jahr), heißer Punsch in engen mit Lichtern geschmückten Gassen, die Biedermeier-Architektur von Spittelberg als Kulisse. Öffnung: Ende November bis 24. Dezember. Um 10:00 Uhr kommen, bevor die Nachmittagsmassen kommen.

Der 7. Bezirk rund um Spittelberg ist 30 Minuten des Stöberns wert: die Burggasse hat gute unabhängige Läden, Café Phil (Gumpendorfer Straße 10–12) ist das Kaffeehaus, das man in diesem Viertel kennen sollte.

Nachmittag (13:30–17:00)

Letzter Nachmittag: Oberes Belvedere. Buchen Sie das

Eintrittskarten für das Obere Belvedere

für den Nachmittagsslot. Klimts „Der Kuss” im Dezember wirkt saisonal passend — die Blattgoldwärme des Gemäldes gegen das graue Dezemberlicht durch die Galeriefen. Der Barockgarten im Winter, mit kahlen Ästen, zeigt seine geometrische Struktur. Das Café in der Orangerie serviert heiße Schokolade.

Abend: Abschiedsdessen

Plachutta Wollzeile (Wollzeile 38) für den traditionellen Abschluss — Tafelspitz (gekochtes Rind in der Brühe, mit Röstkartoffeln und Kren-Sahne). Vorher reservieren. Für einen letzten Glühwein: Der Rathausplatz-Markt ist meistens bis 21:00 Uhr geöffnet; einen letzten Becher in den Lichtern vor dem Flughafen.


Praktische Hinweise für einen Wien-Winterbesuch

Temperaturen: Wien hat im Dezember durchschnittlich 0–4°C. Schnee ist möglich, aber nicht garantiert. Packen Sie richtige Winterkleidung — die Wiener tun es auch, und die Outdoormarktbesuche summieren sich zu erheblicher Zeit im Freien.

Besuchermengen: Dezember-Wochenenden (besonders die ersten drei Adventwochenenden) sind am vollsten. Besuchen Sie Märkte an Wochentagnachmittagen für das beste Erlebnis. Die Weihnachtswoche (23.–26. Dezember) ist ruhig bei den Märkten (die meisten schließen 23.–24. Dezember), aber sehr angenehm in den Palästen.

Was im Winter schließt: Spanische Hofreitschule schließt Juli–August, ist aber Oktober–Juni voll in Betrieb. Riesenrad und Prater sind ganzjährig geöffnet. Heurigen schließen meistens Oktober–April. Wachau-Bootsfahrten pausieren November–März.

Buchung im Dezember: Weihnachtsmarkt-Touren sind schnell ausgebucht. Die Musikverein-Dezemberkonzerte sind oft voll — so früh wie möglich buchen.


Fortbewegung: Der CAT (City Airport Train) oder die günstigere S-Bahn (S7) bewältigt die Strecke Flughafen–Stadt in 16–25 Minuten; von dort verbindet die U-Bahn jeden Markt dieser Rundreise. Siehe den Guide zum öffentlichen Nahverkehr in Wien für Tickets und den Guide vom Flughafen in die Stadt für die erste Etappe. Wo übernachten: Ein Standort in der Innere Stadt hält Stephansdom, Musikverein und den Advent-Rundweg der Innenstadt in Gehdistanz, allerdings zu höheren Hotelpreisen als in den äußeren Bezirken.

Falls vier Tage zu viel erscheinen, komprimiert die 3-Tage-Rundreise Wien die Höhepunkte dieser Reise; wer mehr klassische Musik einbauen möchte, findet in der Rundreise Wien Klassische Musik eine ganze Reise rund um Konzerte statt nur einen Abend.

Häufig gestellte Fragen zu diesem Reiseplan

Welcher Weihnachtsmarkt ist der beste in Wien?

Für Atmosphäre: Spittelberg (authentisch, lokal, intim). Für Größe: Rathausplatz (der größte, fotogenste Hintergrund). Für Qualitäts-Handwerkseinkäufe: Am Hof. Unser Wien-Weihnachtsmarkt-Führer vergleicht alle sechs im Detail.

Lohnt sich der Schönbrunner Weihnachtsmarkt?

Ja, besonders bei Dämmerung, wenn der Palast beleuchtet wird — die Kulisse ist schöner als am Rathausplatz. Er ist kleiner und bietet bessere Qualitätshandwerksarbeiten. Kombinieren Sie den Besuch mit dem Palastbesuch am selben Tag.

Was ist der Unterschied zwischen Punsch und Glühwein?

Glühwein ist erhitzter Rotwein mit Nelken und Zimt — in ganz Europa erhältlich. Wiener Punsch ist typischerweise eine Mischung aus Rum, Fruchtsaft, Tee und Gewürzen — stärker, süßer und unverwechselbarer. Wiener Punsch ist es wert, ihn zu probieren, auch wenn Sie zuhause Glühwein bevorzugen.

Wann genau laufen die Weihnachtsmärkte?

Rathausplatz: typischerweise 15. November – 26. Dezember. Schönbrunn: Mitte November – 26. Dezember. Spittelberg: Ende November – 24. Dezember. Die Daten variieren jährlich um einige Tage — vor der Buchung bestätigen.

F: Sind 4 Tage zu lang für einen Weihnachtsmarkt-Trip nach Wien?

Nicht, wenn auch Hofburg, ein Konzert und das Belvedere gewünscht sind – die Märkte selbst ließen sich schneller abhaken, doch diese Rundreise verbindet Märkte mit dem Schlossprogramm, das die meisten Erstbesucher ebenfalls wollen. Wer wirklich nur die Märkte im Sinn hat: Die Wochenend-Rundreise Wien komprimiert einen marktfokussierten Trip auf 2–3 Tage.

F: Muss ich Tickets für die Christkindlmärkte im Voraus buchen?

Die Märkte selbst sind kostenlos – keine Tickets nötig. Ausgebucht sind die geführte Markttour, das Musikverein-Konzert und die Skip-the-Line-Termine für die Schlösser, alle werden im Laufe des Dezembers gefragter. Diese konkreten Bausteine im Voraus buchen; die Märkte selbst kann man einfach besuchen.

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