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Naturhistorisches Museum Wien: Dinosaurier, Meteoriten und Venus von Willendorf

Naturhistorisches Museum Wien: Dinosaurier, Meteoriten und Venus von Willendorf

Vienna Kunsthistorisches Museum Day Admission Ticket

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Lohnt sich ein Besuch im Naturhistorischen Museum Wien?

Ja – das NHM Wien ist eine der großen Naturgeschichtssammlungen Europas, mit der Venus von Willendorf (28.000 Jahre alt, die älteste bekannte weibliche Figur), einem der feinsten Meteoritensäle der Welt, Kärntner Topas-Kristallen und umfangreichen Dinosaurier-Abteilungen. Ausgezeichnet für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. 2–3 Stunden einplanen; Tickets €16.

Das NHM: eine der großen Naturgeschichtssammlungen Europas

Das Naturhistorische Museum Wien (NHM) wird oft als Spiegelbild des Kunsthistorischen Museums beschrieben – und architektonisch stimmt das buchstäblich: Beide Gebäude wurden von denselben Architekten (Gottfried Semper und Carl von Hasenauer) im gleichen Stil entworfen und symmetrisch auf beiden Seiten des Maria-Theresien-Platzes angeordnet. Im Inhalt jedoch unterscheiden sie sich so stark wie zwei Museen nur können.

Während das KHM das Produkt habsburgischer Kultursammlungen ist – Gemälde, Skulpturen, Kunsthandwerk – ist das NHM das Produkt habsburgischer Wissenschaftssammlungen: naturgeschichtliche Exemplare, archäologische Objekte und geologische Proben, die über Jahrhunderte imperialer Erkundung, Ausgrabung und Ankäufe zusammengetragen wurden. Das Ergebnis ist eine der vollständigsten Naturgeschichtssammlungen der Welt, untergebracht in einem Gebäude, das die Ausstellung von Wissenschaft mit derselben monumentalen Ernsthaftigkeit behandelt wie die Ausstellung von Kunst.

Was Sie vor dem Besuch wissen sollten

Adresse: Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien Öffnungszeiten: Täglich 9–18:30 Uhr; mittwochs bis 21 Uhr. Dienstags geschlossen. Eintritt: €16 Erwachsene; unter 19 Jahren kostenlos; Kombiticket mit dem KHM erhältlich Anfahrt: U2 bis Museumsquartier oder U3 bis Volkstheater (je 5 Gehminuten); Tram D bis Burgring Fotografie: In allen Dauerausstellungsgalerien ohne Blitz erlaubt

Was zu sehen ist: Raumpriorität

Saal 11: Die Venus von Willendorf

Das ist das berühmteste Objekt des NHM und einer der bedeutendsten prähistorischen Funde der Welt. Die Venus von Willendorf – eine 11,1 cm große Kalksteinfigur, die vor ca. 28.000–25.000 Jahren geschnitzt wurde – wurde 1908 nahe dem Donaudorf Willendorf in Niederösterreich vom Archäologen Josef Szombathy gefunden. Sie ist die älteste bekannte weibliche Figur, 20.000 Jahre älter als die Landwirtschaft und 25.000 Jahre älter als die ägyptischen Pyramiden.

Die Figur stellt einen weiblichen Körper mit übertriebenen sekundären Geschlechtsmerkmalen, ohne Gesichtszüge und mit Spuren von Ocker-Pigment dar. Ihr Zweck – rituell, künstlerisch oder praktisch – bleibt Gegenstand wissenschaftlicher Debatte. Unbestreitbar ist ihre Bedeutung: Sie ist der Ausgangspunkt der längsten bekannten menschlichen Kunsttradition.

Der Raum enthält auch andere Venus-Figuren von paläolithischen Fundstätten in ganz Europa und bietet Vergleichskontext. Hier 20–30 Minuten einplanen.

Meteoritensaal (Saal 5)

Das NHM Wien besitzt eine der drei oder vier größten und bedeutendsten Meteoritensammlungen der Welt. Das Herzstück ist der Tissint-Marsmeterit – einer der wenigen bestätigten Marsproben, ein Fragment, das durch einen Einschlag auf dem Mars ausgestoßen wurde und 2011 in Marokko auf der Erde landete. Die Sammlung umfasst auch den Knyahinya-Meteoriten (einen der größten Steinmeteoriten in einem Museum, 500 kg) und Hunderte von Exemplaren aller wichtigen Meteoritenklassen.

Der Meteoritensaal ist oft das Highlight für Besucher, die nicht damit gerechnet hatten, dass er bedeutsam sein würde. Der Marsursprung des Tissint-Meteoriten – bestätigt durch Analyse eingeschlossener Gase, die der Marsatmosphäre entsprechen – macht ihn zu einem der philosophisch eindrucksvollsten Objekte in jedem Museum: ein Gestein von einem anderen Planeten, in einem Raum in Wien, durch die Atmosphäre gefallen, die wir mit dem Mars teilen.

Paläontologie (Säle 14–16)

Die Paläontologiesäle behandeln die Geschichte des Lebens vom Präkambrium bis zur Kreidezeit. Das Dinosauriermaterial umfasst aufgestellte Abgüsse von Allosaurus und Diplodocus (rekonstruierte Skelette auf der Basis nordamerikanischer Ausgrabungsexemplare) und österreichische Originalfunde – besonders die Ichthyosaurierskelette aus dem Hallstätter Kalk, die wichtige Originalfunde aus dem 19. Jahrhundert sind.

Die Ammonitsammlung ist eine der feinsten Europas, mit Exemplaren von österreichischen und internationalen Fundorten, die einen 300-Millionen-Jahr-Zeitraum der Cephalopoden-Evolution umfassen. Für Besucher, die sich jenseits der Dinosaurier für Paläontologie interessieren, ist diese Sammlung wirklich außergewöhnlich.

Mineralogie und Gemologie (Säle 1–3)

Die Mineraliensammlung belegt die ersten drei Räume und umfasst einige der feinsten Mineralexemplare Europas: die Kärntner Topas-Kristalle (zu den größten und vollkommensten bekannten Topas-Kristallen gehörend), gediegene Goldexemplare von verschiedenen Fundorten, massiven Quarz und die spektakuläre Amethyst-Geodensammlung. Saal 3 enthält eine umfangreiche Ausstellung geschliffener Edelsteine und Diamanten.

Kinder werden sofort von den großen Kristallen und der Fluoreszenz-Mineralienausstellung angezogen – Mineralien, die unter UV-Licht in lebhaften Blau-, Grün- und Orangetönen leuchten.

Anthropologie und Urgeschichte (Säle 7–11)

Die anthropologische Sammlung behandelt die menschliche Evolution von frühen Hominidenfossilien durch das Paläolithikum, Mesolithikum und Neolithikum. Die Venus von Willendorf befindet sich in diesem Abschnitt (Saal 11), dem ein breiterer Kontext prähistorischen Materials aus Österreich und Mitteleuropa vorangeht.

Zoologie (Säle 21–39)

Die zoologische Sammlung füllt einen Großteil des Obergeschosses: Vögel, Insekten (eine weltklassige entomologische Sammlung), Säugetiere, Fische. Das Walskelett in einem der größeren Räume ist bei Kindern durchgehend beliebt. Das Dodo-Skelett – eines der vollständigeren Dodo-Exemplare in der Existenz – befindet sich im Vogelbereich.

Das Gebäude als Erlebnis

Anders als das KHM, wo das Gebäude als Hintergrund für Kunst dient, ist das NHM-Interieur in ungewöhnlicher Weise selbst Teil der Sammlung: Die Deckenfresken und das überkuppelte Innere (gemalt zwischen 1885 und 1891) zeigen Szenen aus der Naturgeschichte und der klassischen Mythologie in Bezug auf die Wissenschaft und schaffen ein kohärentes ikonografisches Programm, das die Naturgeschichte mit derselben visuellen Würde behandelt wie die Habsburger ihre Kunst.

Das Haupttreppenhaus – mit seinen Marmorbrüstungen, wissenschaftlichen Büsten und bemalter Decke – ist eines der feinsten historistischen Innenräume Wiens.

Kombination mit dem KHM

Das KHM und das NHM liegen sich gegenüber über den Maria-Theresien-Platz und ergänzen sich in offensichtlicher Weise: Das eine behandelt menschliche künstlerische Produktion, das andere Natur- und Vorgeschichte. Beide an einem Tag zu besuchen erfordert sorgfältiges Zeitmanagement – um 9 Uhr im NHM beginnen (das früher öffnet als das KHM), die Schlüsselräume (Venus, Meteoriten, Dinosaurier) in 2,5 Stunden abdecken, dann zum KHM für die Gemäldegalerien am Nachmittag wechseln.

Ein bequemerer Ansatz ist, jedem Museum einen eigenen Halbtag oder vollen Tag zu widmen. Unser 3-Tage-Wien-Reiseprogramm bietet eine Struktur, die beide ohne Eile abdeckt.

Wien: Kunsthistorisches Museum Tageseintrittskarte Wien: Geführte Stadtführung der zentralen Highlights

Eine Stadtführung, die den Maria-Theresien-Platz abdeckt, gibt den architektonischen und historischen Kontext des Museumspaars, bevor Sie eines der Gebäude betreten.

Praktische Tipps

Kinder: Das NHM ist eines der besten Familienziele Wiens. Der Kinderreich-Entdeckungsraum speziell für jüngere Besucher befindet sich im Keller. Mit Kindern mehr Zeit einplanen – Dinosaurier und Kristalle tendieren dazu, ausgedehnte Untersuchungen zu erzeugen.

Donnerstagabend: Geöffnet bis 21 Uhr mit erheblich weniger Besuchern nach 18 Uhr. Der Meteoritensaal am späten Nachmittag ist besonders atmosphärisch.

Kombiticket: Ein NHM+KHM-Kombiticket ist erhältlich und spart Geld. Wenn Sie beide besuchen möchten, ist das die wirtschaftlichste Option.

Häufig gestellte Fragen zum Naturhistorischen Museum

Was ist die Venus von Willendorf?

Eine 11,1 cm große Kalksteinfigur, die vor ca. 28.000 Jahren geschnitzt und nahe Willendorf in Niederösterreich gefunden wurde. Die älteste bekannte weibliche Figur und eines der bedeutendsten prähistorischen Objekte der Welt. Saal 11, NHM Wien.

Wie lange braucht man im Naturhistorischen Museum?

Ein gründlicher Besuch dauert 2,5–3 Stunden. Ein fokussierter Besuch spezifischer Bereiche kann in 1,5 Stunden erledigt werden.

Gibt es Dinosaurierskelette im Naturhistorischen Museum?

Ja – aufgestellte Dinosaurierskelette und umfangreiche Fossiliensammlungen in den Paläontologiesälen (Säle 14–16).

Was umfasst die Meteoritensammlung im NHM Wien?

Eine der feinsten der Welt, einschließlich des Tissint-Marsmeteorit und des Knyahinya (500 kg) Steinmeteoriten.

Ist das Naturhistorische Museum für Kinder geeignet?

Ausgezeichnet für Kinder ab 5 Jahren. Dinosaurier, Meteoriten, Walskelette und die Fluoreszenz-Mineralienausstellung sind durchgehend beliebt.

Liegt das Naturhistorische Museum im gleichen Gebäude wie das KHM?

Nein – es sind zwei separate Spiegelgebäude auf beiden Seiten des Maria-Theresien-Platzes, von außen identisch entworfen, aber mit verschiedenen Innenräumen und völlig verschiedenen Sammlungen.

Häufig gestellte Fragen zu Naturhistorisches Museum Wien: Dinosaurier, Meteoriten und Venus von Willendorf

Was ist die Venus von Willendorf?

Die Venus von Willendorf ist eine 11,1 cm große Kalksteinfigur, die vor ca. 28.000–25.000 Jahren geschnitzt und 1908 nahe dem Donaudorf Willendorf in Niederösterreich gefunden wurde. Sie ist die älteste bekannte weibliche Figur und eines der bedeutendsten prähistorischen Objekte der Welt. Saal 11 im NHM beherbergt das Original.

Wie lange braucht man im Naturhistorischen Museum?

Ein gründlicher Besuch der Hauptabteilungen dauert 2,5–3 Stunden. Ein fokussierter Besuch spezifischer Interessen (nur Dinosaurier und Paläontologie oder nur Meteoriten und Mineralien) kann in 1,5 Stunden erledigt werden. Mit Kindern 3 Stunden einplanen.

Gibt es Dinosaurierskelette im Naturhistorischen Museum?

Ja – die Paläontologiesäle umfassen aufgestellte Dinosaurierskelette und umfangreiche Fossiliensammlungen. Die aufgestellten Allosaurus- und Diplodocus-Abgüsse sind in den Paläontologiegalerien. Die Ichthyosaurierskelette aus den österreichischen Alpen sind Originalexemplare.

Was umfasst die Meteoritensammlung im NHM Wien?

Das NHM Wien besitzt eine der größten und feinsten Meteoritensammlungen der Welt, einschließlich des Tissint-Marsmeteoriten (einer der wenigen Marsproben auf der Erde), des Knyahinya-Meteoriten (einer der größten Steinmeteoriten in einem Museum) und Hunderten von Exemplaren.

Ist das Naturhistorische Museum für Kinder geeignet?

Ausgezeichnet für Kinder ab 5 Jahren. Dinosaurier, Meteoriten und Walskelette sind besonders beliebt. Das Museum hat ein eigenes Kinderprogramm und altersgerechte Erklärungen in den meisten Galerien.

Liegt das Naturhistorische Museum im gleichen Gebäude wie das KHM?

Nein – das Naturhistorische Museum und das Kunsthistorische Museum sind zwei separate Gebäude auf beiden Seiten des Maria-Theresien-Platzes, von Gottfried Semper und Carl von Hasenauer als Spiegelpaar entworfen. Von außen identisch, aber mit völlig verschiedenen Innenräumen und Sammlungen.

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