Prater Wien: Riesenrad, Fahrgeschäfte und Familienplanung
Vienna: Skip-the-cashier-desk-line Giant Ferris Wheel Ride
Was ist der Prater und lohnt sich ein Besuch?
Der Prater ist ein riesiger öffentlicher Park im 2. Bezirk mit dem Wurstelprater-Vergnügungspark. Der Parkzutritt ist kostenlos – Sie zahlen pro Fahrgeschäft oder kaufen einen Tagespass. Das Riesenrad (1897) ist das ikonische Herzstück und eines der besten Familienerlebnisse Wiens. Der Vergnügungspark hat Fahrgeschäfte für alle Altersgruppen von Kleinkind bis Teenager.
Der Prater: Wiens ältester Vergnügungsort
Der Prater ist seit Kaiser Joseph II. 1766 das kaiserliche Jagdrevier für die Öffentlichkeit freigab Wiens öffentlicher Park. Der riesige Park (6 Quadratkilometer) enthält Wald, Sportanlagen, die Liliputbahn-Miniatureisenbahn und an seinem westlichen Ende den Wurstelprater – Wiens traditionellen Vergnügungspark und einen der ältesten der Welt.
Das Riesenrad, 1897 vom englischen Ingenieur Walter Basset gebaut und seitdem in zahllosen Filmen und Romanen fotografiert, ist das bekannteste Wahrzeichen des Praters und neben dem Stephansdom Wiens bekannteste Silhouette. Für Familien, die Wien besuchen, bieten der Prater und das Riesenrad zusammen einen der besten Tagesausflüge der Stadt.
| Wo | Prater/Leopoldstadt, 2. Bezirk |
| Eintritt | Kostenlos; Bezahlung pro Fahrt oder Tageskarte |
| Riesenrad | Etwa 13 € Erwachsene, 6–7 € Kinder |
| Tageskarte | Etwa 25–35 € pro Person |
| Anreise | U1 bis Praterstern |
Anfahrt zum Prater
U-Bahn: U1 (rote Linie) bis Station Praterstern. Das Riesenrad ist 5 Gehminuten vom Praterstern-U-Bahn-Ausgang entfernt. Vom Stephansplatz (der zentralsten Touristenstation) sind es 3 Haltestellen – ca. 8 Minuten.
Straßenbahn: Straßenbahn 1 oder O bis Praterstern. Bus 80A oder N29 bedienen ebenfalls die Umgebung.
Öffnungszeiten: Der Prater-Park selbst ist 24 Stunden geöffnet. Der Wurstelprater-Vergnügungspark ist saisonal betrieben – die meisten Fahrgeschäfte öffnen Mitte März bis Oktober, einige ganzjährig. Zeiten variieren nach Fahrgeschäft und Saison; der Bereich ist im Sommer typischerweise ab 10 Uhr bis in die Abendstunden aktiv.
Das Riesenrad: Wiens ikonischstes Fahrgeschäft
Wien: Skip-the-line Riesenrad-Fahrt
Das Riesenrad ist kein modernes Vergnügungsfahrgeschäft – es ist ein 127 Jahre altes funktionierendes Stück Ingenieurgeschichte. Die 15 roten Gondeln (ursprünglich 30, nach WWI-Schäden reduziert) drehen sich auf einem 61-Meter-Durchmesserrad im Schritttempo. Eine vollständige Umdrehung dauert ca. 20 Minuten.
Was Sie erleben: Die Gondeln sind geschlossene Holzkabinen – wetterfest, mit Fenstern auf allen Seiten. Während sich das Rad dreht, steigen Sie auf 65 Meter über dem Prater und haben Panoramablick auf Wien. Der Stephansdom-Turm ist westlich sichtbar, die Donau glitzert in mittlerer Entfernung und der Wienerwald rahmt Norden und Westen. An sehr klaren Tagen erscheinen die Alpengipfel des Schneebergs im Süden.
Dauer: Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten (zwei vollständige Umdrehungen für Standardtickets).
Preis: Ca. €13 für Erwachsene, €6–7 für Kinder unter 12. Skip-the-line-Tickets über GetYourGuide beinhalten den Zutritt zum Fahrgeschäft.
Warteschlangen: Im Sommerhochbetrieb kann die Kasse 20–30 Minuten Wartezeit haben. Im Voraus das Skip-the-line-Ticket kaufen.
Das Riesenrad-Museum: Am Fuß des Riesenrads gibt es ein kleines Museum mit historischen Fotografien und der Geschichte des Rades, einschließlich seiner fast-Zerstörung im WWII. Im Fahrticket enthalten.
Der Wurstelprater: Fahrgeschäfte nach Alter
Für Kleinkinder (3–7 Jahre)
Der Wurstelprater hat umfangreiche Angebote für Kleinkinder:
Liliputbahn (Miniatureisenbahn): Eine Schmalspurdampf- und Dieselbahn, die auf einer 4-km-Strecke durch den westlichen Prater-Park führt. In Betrieb seit 1928. Fahrten dauern ca. 20 Minuten. Kinder lieben die Dimension und die echte Dampflokomotive bei manchen Fahrten. Abfahrt vom Haupt-Prater-Eingangsbereich.
Kinderkarussells: Traditionelle Karussells mit Pferden, Autos und anderen Tieren. Mehrere Optionen im Park, €2–3 pro Fahrt.
Mini-Riesenräder: Kleinere Versionen des Riesenrad-Konzepts für Kleinkinder.
Miniautos und Züge: Batterie- oder pedalgetriebene Autos auf festen Bahnen. Überall im Park verbreitet.
Kasperl-Theater: Traditionelle österreichische Puppenspiele – Kasperl (die österreichische Punch-Figur) kämpft gegen verschiedene Bösewichte. Auf Deutsch, aber die körperliche Komödie ist universell. Aufführungszeiten am Theatereingang angeschlagen.
Für ältere Kinder (8–14 Jahre)
Hochschaubahn (Traditionelle Achterbahn): Eine der letzten traditionellen Holzachterbahnen Europas, in Betrieb seit 1948. Nicht extrem nach modernen Maßstäben – max. 18 Meter Höhe – aber die Holzkonstruktion gibt ihr einen klassischen rattelnden Charme. Die familienfreundliche Intensität macht sie ab ca. 7–8 Jahren geeignet.
Geisterbahn: Eine traditionelle Geisterhausfahrt durch bemalte Szenen und pneumatische Schrecken. Geeignet ab 6–7 Jahren (jüngere Kinder finden sie manchmal zu intensiv).
Volare (Hängeachterbahn): Eine moderne hängende Achterbahn, bei der die Fahrgäste unter der Schiene hängen. Intensiver als die Hochschaubahn; geeignet ab ca. 1,20 m Körpergröße.
Autodrom (Autodrom): Klassische Jahrmarkt-Stoßautos. Gut für 8+ mit etwas Koordination.
Wasserfahrt: Saisonale Wildwasserbahn mit moderater Benässung. Sommerfavorit.
Für Gruppen mit gemischtem Alter
Prater-Monorail: Eine langsam fahrende Einschienenbahn mit Parkblick. Eher Tourerlebnis als Nervenkitzel – gut für begleitende Erwachsene mit jüngeren Kindern.
Schießgalerien: Traditionelle Jahrmarkt-Schießspiele. Preise angeboten.
Walk-through-Geisterhaus: Eine größere Version der Geisterbahnerfahrung mit mehreren Räumen zum Durchgehen.
Tagespass vs. einzeln zahlen
Die meisten Wurstelprater-Fahrgeschäfte funktionieren mit Token- oder bargeldlosem Zahlungssystem. Entweder:
- Pro Fahrt zahlen: Kleine Fahrgeschäfte €2–4, größere €4–8. Gut für selektive Besucher, die 3–5 Fahrgeschäfte wollen.
- Tagespass: Ca. €25–35 je nach Paket (verschiedene Fahrkombinationen verfügbar). Besseres Preis-Leistungs-Verhältnis für Familien, die einen ganztägigen Parkerlebnistag wollen.
Das Riesenrad wird separat verkauft und ist nicht in Standard-Wurstelprater-Tagespässen enthalten. Ca. €13/Erwachsene und €7/Kind für das Riesenrad zusätzlich zum Tagespass einplanen.
Jenseits des Wurstelpraters: der Park selbst
Der Prater-Park erstreckt sich 6 Kilometer östlich des Wurstelpraters entlang der Hauptallee – eine prächtige, kerzengeraden Avenue gesäumt von alten Kastanienbäumen. Das ist einer der besten Spaziergang-, Radwege- und (im Frühling und Herbst) Fotografierstandorte Wiens.
Prater-Radfahren: Fahrräder können nahe der Praterstern-Station gemietet werden. Die flache Hauptallee ist hervorragend für Familienradfahren.
Picknick: Der Prater-Park hat ausgedehnte Rasenflächen und Bänke. Ein eigenes Picknick ist üblich und angenehm – eine Decke mitbringen und einen Nachmittag daraus machen.
Prater-Hauptallee im Herbst: Im Oktober färben sich die Kastanienbäume bernstein- und goldfarben – die 4,5 km lange Gerade im Herbstkleid ist eines der schönsten saisonalen Bilder Wiens.
Essen im und um den Prater
Prater Schweizerhaus: Das beste Restaurant im Prater-Bereich. Ein großes Biergarten-Restaurant, das österreichische Küche und tschechisches Budvar-Bier serviert (eines der ältesten Budvar-Lokale Wiens). Große Außensitzplätze, Familien willkommen, solide Qualität. Mitte März bis Oktober geöffnet.
Würstelstände nahe dem Riesenrad: Mehrere Wurststände clustern sich rund um den Riesenradbereich. Schnell, günstig (€3–4 pro Wurst), perfektes Nachfahren-Essen.
Wurstelprater-Essensstände: Verschiedene Essensstände im Park servieren gebratene Speisen, Softdrinks und typische Jahrmarktsnacks. Qualität variiert; Preise höher als in regulären Stadtrestaurants.
Kombination des Praters mit anderen Aktivitäten
Prater + Donaukruise: Der Prater grenzt an die Donau. Eine Riesenradfahrt am Nachmittag gefolgt von einer Donaukruise am Abend ist eine natürliche Kombination für einen Tag.
Prater + Naturhistorisches Museum: Die U1 verbindet Praterstern mit Karlsplatz (3 Haltestellen), von wo Sie zum Naturhistorischen Museum laufen können. Ein Vormittag im Prater + Nachmittag mit Dinosauriern ist ein ausgezeichneter Familientag.
Prater + Leopoldstadt-Viertel: Der 2. Bezirk (Leopoldstadt) rund um den Prater hat eine ausgezeichnete Mischung aus jüdischer Geschichte (das Viertel war vor dem WWII Wiens jüdisches Quartier), Märkten (der Karmelitermarkt-Samstagsbauernmarkt) und einer jungen Stadtviertel-Restaurantszene.
Prater + Leopoldstadt-Viertel: Der 2. Bezirk (Leopoldstadt) rund um den Prater bietet eine hervorragende Mischung aus jüdischer Geschichte (das Viertel war vor dem Zweiten Weltkrieg Wiens jüdisches Viertel), Märkten (der Karmelitermarkt mit seinem Samstags-Bauernmarkt) und einer jungen, lebendigen Restaurantszene im Grätzl.
Praktische Tipps
Bei der Öffnung ankommen: Das Riesenrad und die wichtigsten Fahrgeschäfte haben in der ersten Stunde minimale Warteschlangen.
Sommerhitze: Der Prater-Park hat im Vergnügungsbereich begrenzten Schatten (die Hauptallee-Wälder sind schattig). Sonnenschutz für Sommerbesuche mitbringen; der Wurstelprater-Bereich kann in der Juli–August-Hitze sehr exponiert wirken.
Bargeld: Einige ältere Wurstelprater-Fahrgeschäfte funktionieren noch mit Bargeld-Token. Die meisten modernen Fahrgeschäfte akzeptieren Karten. Beide Optionen parat haben.
Winterbetrieb: Der Prater-Weihnachtsmarkt läuft Dezember bis Anfang Januar. Die Liliputbahn und einige überdachte Fahrgeschäfte laufen ganzjährig. Das Riesenrad läuft ganzjährig.
Einen Prater-Besuch für eine Familie budgetieren
Die Kosten im Wurstelprater summieren sich schnell, wenn man pro Fahrt bezahlt, daher lohnt es sich, das Budget vor der Ankunft zu planen. Eine vierköpfige Familie, die eine moderate Mischung aus Fahrgeschäften plus dem Riesenrad macht, gibt für den Tag inklusive Essen typischerweise 80–140 € aus – deutlich mehr als die meisten kostenpflichtigen Museumsbesuche in Wien. Unser Guide für Wien mit kleinem Budget zeigt, wo der Prater unter Wiens kostenlosen und kostenpflichtigen Familienaktivitäten einzuordnen ist und wie man einen Prater-Luxustag gegen günstigere Tage im restlichen Reiseverlauf ausbalanciert.
Mit der Familie unterwegs: Prater und öffentliche Verkehrsmittel
Die Lage des Praters direkt an der U1-Linie macht ihn zu einer der am leichtesten erreichbaren Wiener Attraktionen ohne Auto, und er ist effizient mit dem Rest der Stadt verbunden. Praterstern ist selbst auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem S-Bahn-Regionalzüge und mehrere Straßenbahnlinien zusammen mit der U-Bahn zusammentreffen. Für Familien, die mehrere Tage mit Attraktionen-Hopping planen, erklärt unser Guide zu Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln, welche Fahrkarten für eine Familiengruppe sinnvoll sind und wie man das System mit Kinderwagen und Kleinkindern navigiert.
Wo der Prater in eine umfassendere Familienreise passt
Der Prater ist neben dem Schönbrunner Zoo und dem Naturhistorischen Museum einer von mehreren starken Familienankern in Wien, und die meisten Familien mit Kindern entscheiden sich am Ende für zwei oder drei davon, statt alle unterbringen zu wollen. Unser Guide für Wien mit Kindern und der begleitende Überblick zeigen, wie man eine familienfreundliche Wien-Reise strukturiert, und die dedizierte Wien-mit-Kindern-Reiseroute baut eine mehrtägige Struktur auf, die dem Prater einen richtigen halben Tag gibt, ohne den Rest der Familienattraktionen der Stadt zu verdrängen.
Häufig gestellte Fragen zum Wurstelprater
Was kostet der Wurstelprater?
Parkzutritt kostenlos. Fahrgeschäfte: kleine €2–4, größere €4–8, Riesenrad ca. €13 Erwachsene. Tagespässe ca. €25–35.
Wie hoch ist das Riesenrad?
65 Meter am höchsten Punkt. Geschlossene Holzgondeln. 20-minütige Fahrt mit Panoramablick auf Wien.
Welche Fahrgeschäfte gibt es für Kleinkinder?
Kinderkarussells, Liliputbahn-Miniatureisenbahn, Mini-Riesenräder, Pedalboote und Miniautos. Die meisten €2–4 pro Fahrt.
Ist der Prater für Teenager geeignet?
Ja – echte Achterbahnen (Hochschaubahn, Volare), Geisterbahn und Adrenalinfahrten sind für Teens verfügbar.
Wann ist der Prater am wenigsten voll?
Wochentags morgens außerhalb der Schulferien. Sommerwochenenden und Schulferien sind am belebtesten.
Häufig gestellte Fragen zu Prater Wien: Riesenrad, Fahrgeschäfte und Familienplanung
Was kostet der Wurstelprater?
Wie hoch ist das Riesenrad und wie ist die Aussicht?
Welche Fahrgeschäfte gibt es im Wurstelprater für Kleinkinder?
Ist der Prater für Teenager geeignet?
Wann ist der Prater am wenigsten voll?
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